Party-Exzesse am See sind verboten!

Ballermann im Uttinger Summerpark geht gar nicht!

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Damit die überall gut beschilderte Parkordnung im Summerpark auch eingehalten wird, hat die Gemeinde für die Wochenend-Nächte wieder einen Sicherheitsdienst verpflichtet.

Utting – Ein heiles Fleckchen Paradies ist der Uttinger Summerpark gleich beim Dampfersteg. Satte Wiesen und schattige Bäume direkt am See laden ein zum Flanieren und Rasten. Das bei Einheimischen und Ausflüglern so beliebte Areal im Landschaftsschutzgebiet Ammersee-West ist allerdings auch eine Problemzone: Während den Sommermonaten ist hier in den Wochenend-­Nächten bei Jugendlichen aus Nah und Fern Party angesagt. Damit das Feiern im Rahmen bleibt, wird auch in dieser Saison eine Security für Recht und Ordnung sorgen.

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu massiven Beschwerden wegen extremer Musiklautstärke und Alkoholexzessen mit unschönen Auswirkungen gekommen war, hatte der Uttinger Gemeinderat bereits während der Saison 2016 die Sicherheitsgruppe Josch Unger aus Dießen verpflichtet. Sie war auch 2017 unterwegs und hat in 848 Stunden im Summerpark patrouilliert. Dafür sind der Gemeinde Utting Kosten in Höhe von knapp 21.000 Euro entstanden.

Die Zustände wurden zwar besser, aber das Alkohol-Problem blieb. „In ihrem Übermut haben die Jugendlichen auf dem Heimweg sogar Gullideckel abgehoben und Mülltonnen angezündet, so dass nachts die Feuerwehr ausrücken musste“, wie Bürgermeister Josef Lutzenberger den nächsten Schritt gegen eine „Ballermannisierung“ des Summerparks begründete: eine strenge Parkordnung, die im letzten Jahr verabschiedet wurde. Darin wird ausdrücklich untersagt, „alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in den Anlagenbereich zu verbringen oder einzunehmen.“ Außerdem ist das Abspielen von Musik sowie übermäßiger Lärm aller Art verboten.

Um die Parkordnung durchzusetzen, beschloss der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung die weitere Zusammen­arbeit mit der Dießener Sicherheitsgruppe. Von Mai bis September – bei schönem Wetter bis Oktober –wird die Security am Freitag und Samstag jeweils von 20 Uhr bis 4 Uhr für Sicherheit und Ordnung sorgen. Zudem sind verstärkte Kontrollen vor und an Brückentagen und unter der Woche in den Ferienzeiten geplant. Die Patrouillen werden auch auf das Strandbad und das Sonnendachl ausgeweitet, wo ebenfalls gerne gefeiert wird. Als Etat legte der Gemeinderat maximal 21.000 Euro fest.

Elf Ratsmitglieder stimmten für die weitere Verpflichtung der Security, drei waren dagegen. Patrick Schneider (GAL) meinte, diesen Job sollte die Polizei übernehmen. Fraktionskollege Christian Strohmeier sprach sich gegen den Einsatz von „Schwarzen Sheriffs“ aus und monierte wie seine Partei-Kollegin Isabella Lamberty, für die Jugend werde von Seiten der Gemeinde zu wenig getan. Claudia Sauter (CSU) konterte, dass die Jugendlichen kaum Interesse an pädagogisch begleiteten Angeboten hätten. Darum sei auch das Jugendhaus abgerissen worden. 

Dieter Roettig

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