Gemeinsam für den Dschungel

Nach knapp acht Stunden war das Gemeinschaftsprojekt Dschungelpanorama fertig. Fotos: Schmitt

Die Lechstadt war kürzlich Schauplatz eines außergewöhnlichen Kunstprojektes: Drei Titelträger hoch­karätiger Bodypainting-Wett- bewerbe trafen sich auf Einladung des Landsberger Fotografen Georg Schmitt in dessen Photoart1-Studio, um ein Gemeinschaftsprojekt zu realisieren: ein Dschungel-Panorama auf nackter Haut.

Diesmal ging es nicht darum, den anderen wie sonst bei den Meisterschaften auszustechen, viel mehr sollte das Können der Bodypainting-Spezialisten zu einem einmaligen Kunstwerk zusammenwachsen. In dem speziell für dieses Vorhaben umgebauten Photostudio in der Von-Kühlmann-Straße bemalten der zweifacher Bodypainting-Weltmeister Fredi Schmid aus Möriken in der Schweiz, der zweifache Airbrush-Weltmeister Udo Schur aus Schwäbisch Gmünd und die dreifache Deutsche Meisterin Melanie Hill aus Darmstadt sechs Modelle zu einem Dschungelpanorama. Der Morgenkaffee weckte nach einer kurzen Nacht die kreativen Geister aller Beteiligten. Gut gelaunte Modelle und der Ehrgeiz der Künstler ließen ein Bodypainting-Kunstwerk der besonderen Art entstehen. Die Modelle liegen eng aneinander auf einem dunklen Grund und bilden die Leinwand, auf der Melanie, Fredi und Udo eine Dschungellandschaft zaubern wollen. Nach fast acht Stunden harter Arbeit mit der Airbrush-Pistole, einigen leeren Flaschen Bodypainting-Farbe und angestrengtem Ruhigliegen der Modelle, konnte man einen großen Geparden in dichtem Dschungelgrün bewundern und viele liebevolle Details entdecken: ein räumliches lebendiges Relief ganz ohne 3D-Brille. Mit Rollbühne „Da beim Bodypainting üblicherweise Modelle im Stehen bemalt werden, haben wir im Studio extra eine aufwendige Schienentechnik installiert, um die Kamera exakt über dem Panoramabild verfahren zu können“, erläutert Georg Schmitt. Sogar eine Rollbühne sei gebaut worden, die die Künstler über den Modellen bewegte. „Besonders beim Sprühen der Details in der Mitte des Panorama­bildes erwies sich das als eine große Hilfe.“ Der Landsberger Fotograf und Initiator Georg Schmitt will mit diesem Kunstprojekt zeigen, dass Bodypainting nichts anstößiges ist, sondern eine Kunst, für die die Formen des Köpers die Grundlage sind. Wer das Kunstwerk bestaunen möchte, der muss sich jedoch mit Fotos begnügen. Denn nach dem langen Liegen, waren die nur mit einem Slip bekleideten Modelle froh, eine warme Dusche nehmen zu können. „Das ließ das Dschungelpanorama unwiderruflich zu einer einmaligen Erinnerung werden“, so Schmitt. Wie die Künstler kamen auch die Modelle aus ganz Deutschland und so seien die Teile dieses Kunstwerkes nun wieder weit verstreut. Für das nächste Bodypaintingprojekt erwartet Georg Schmitt noch mehr hochkarätige Künstler und interessierte Modelle, die gemeinsam die Idee und das Projekt wachsen lassen.

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