Befreiung des KZs Dachau

Gemeinsam gedenken in Landsberg und Kaufering

Mahnmal Landsberg Neue Bergstraße
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Das Denkmal in der Neuen Bergstraße in Landsberg erinnert an den Todesmarsch jüdischer Häftlinge des KZ-Kommandos Landsberg/Kaufering nach Dachau Ende April 1945.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landsberg/Kaufering – Zum 76. Mal jährt sich heute, am 27. April, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau und seiner Außenlager. Anlässlich dieses Ereignisses hält der Landkreis Landsberg gemeinsam mit der Stadt Landsberg sowie der Marktgemeinde Kaufering eine Online-Gedenkveranstaltung ab. Auch der Verein „Gedenken in Kaufering“ und die „Bürgervereinigung Landsberg“ waren mit dabei. Die Veranstaltung kann auf dem Facebook-Kanal des Landratsamtes Landsberg live verfolgt werden.

Auf Initiative dieser beiden Organisationen werden zudem mehrere Zeitzeugen zugeschaltet, von denen einer auch aus seiner Zeit in Kaufering berichtet. „Wir freuen uns sehr, dass die diesjährige Veranstaltung (...) zusammen mit dem Landkreis Landsberg und den örtlichen Gemeinden stattfinden kann“, teilt der Sprecher der Bürgervereinigung Stephan Albrecht mit.

Ein wichtiges Element um die Erinnerungsarbeit im Landkreis auch zukünftig zu unterstützen, werde das Gemeinschaftsprojekt „Landsberg-Kaufering-Erinnern.de“ bilden, das von Dr. Jascha März von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten im Rahmen der Online-Veranstaltung heute vorgestellt wird.

Kein Gedenkakt in der Holocaustgedenkstätte

Manfred Deiler, Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung, hatte im Vorfeld eine Absage für eine eigentlich geplante, zentrale Gedenkveranstaltung erteilen müssen: Man habe gehofft, die für den 75. Jahrestag letztes Jahr geplante Veranstaltung heuer nachholen zu können. Bei dieser Veranstaltung habe man die gesamte Bevölkerung mit einbeziehen wollen, da die bisherigen Veranstaltungen meist in „geschlossener Gesellschaft“ stattgefunden hätten.

Momentan sei so eine Veranstaltung aufgrund der aktuellen Situation leider nicht möglich. Man wolle die derzeitigen Online-Veranstaltungen aber nicht „durch einen eigenen, weiteren ritualisierten Gedenkakt vermehren“.

Die Erinnerungsarbeit der Stiftung sei momentan aufgrund fehlender Ressourcen schwierig. Man versuche dennoch, den „hohen Standard“ der bisherigen Arbeit zu halten.

Hygienekonzepte zum Besuch der Gedenkstätte könne man mangels fehlender sanitärer Anlagen nicht erarbeiten. Wann man auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Lagers wieder Führungen anbieten könne, hänge auch davon ab, wann die ehrenamtlichen Mitarbeiter geimpft werden könnten.

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