Gemeinsame Sache machen

Ein Gemeinschaftsantrag der GAL (Grünalternative Liste) und der Freien Wähler ist am Mittwoch am Uttinger Ratstisch kontrovers diskutiert worden: Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern des geplanten Hotels am Triebhof mache einmal mehr deutlich, so die Antragsteller, dass es in den Westufergemeinden gemeinsamen Handlungsbedarf gäbe.

Die Tatsache, dass derzeit sowohl die Gemeinde Dießen als auch die Gemeinde Utting den Flächennutzungsplan (FNP) mit den gleichen Ansprechpartnern des Planungsverbandes überarbeiten, bezeichneten die GAL- und FWG-Gemeinderäte Renate Standfest, Peter Noll, Martina Grunow und Petra Herzog als „geeignete Möglichkeit“ den gegenseitigen Austausch zu intensivieren. Zukünftig, so ihr Antrag, sollte den Gemeinderäten der Nachbargemeinden Gelegenheit gegeben werden, sich frühzeitig an nachbarschaftlichen Diskussionen zum Thema FNP zu beteiligen. „Ich tue mich schwer mit der Vorstellung, unsere kommunale Planungshoheit abzuschwächen.“ Und die regelmäßigen Bürgermeisterdienstbe- sprechungen sollten eigentlich ausreichen, meinte dagegen Karl Sauter (CSU). Es sei aber sehr angenehm gewesen, bei der Versammlung der Bürgerinitiative Holzhausen zum Hotelprojekt am Triebhof mit den Dießener Kollegen in Kontakt zu kommen, betonte Peter Noll. Daraus sei der Gedanke eines weiteren Austausches entstanden. Bei ihm hätten jedoch schon vorher in Sachen Mobilfunkstandorte die Alarmglocken geläutet. „Es ist höchste Zeit die Kirchturmpolitik aufzugeben“, meinte auch Petra Herzog (FWG). Insbesondere in Sachen Tourismus seien gemeinsame, interkommunale Leitlinien und Ziele wichtig. Seiner Ansicht nach sei es wichtiger, zum Uttinger FNP die Uttinger Bürger anstatt die der Nachbargemeinden zu befragen, meinte Alexander Noll (CSU). „Solche Verfahren sollten nicht unnötig aufgebläht werden.“ Ein Einzelgespräch mit dem Dießener Gemeinden in Sachen Triebhof kann sich Noll jedoch vorstellen. Arbeitstreffen Aufgrund eines Antrags der Dießener SPD habe man in der Marktgemeinde bereits ein Arbeitstreffen mit Vertretern aus dem Uttinger und dem Dießener Gemeinderat ins Auge gefasst, teilte Bürgermeister Josef Lutzenberger mit. Ein Weg, den die Uttinger Antragsteller für durchaus gangbar hielten. Peter Noll (GAL) betonte, dies sei ein guter Anfang. Erledigt sei für ihn das Thema interkommunale Zusammenarbeit damit allerdings noch nicht.

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