Generationenhilfe anders – Mit dem Projekt "AhJu" unterstützen die Alten die Jungen

Ein Ziel haben, motiviert werden – vielen Jugendlichen fehlt das. Steht die Berufswahl an, sind sie ratlos und resignieren oft. Damit das nicht passiert, haben engagierte Landkreisbürger das Projekt „AhJu“ (Alt hilft Jung) initiiert, bei dem Erwachsene oder ältere Menschen als Mentoren Hauptschüler auf ihrem Weg in den Beruf begleiten. Am Mittwoch wurde diese etwas andere „Generationenhilfe“ im AWO-Mehrgenerationenhaus vorge- stellt.

Neu ist die Idee, der Unterstützung für Mädchen und Jungen in der Hauptschule durch Ehrenamtliche nicht. Vorbild für „AhJu“ war die „Seniorenakademie“ in Dillingen, erzählt einer der Initiatoren, Lupold von Wedel. Gemeinsam mit der AWO und dem MGH Landsberg, der Arbeitsagentur Weilheim, dem hiesigen Jugendamt sowie dem Schulamt Landsberg möchten sie an den Landsberger und den Hauptschulen in Kaufering Mentoren einsetzen, die einige Stunden in der Woche mit einem Jugendlichen „arbeiten“. Hermann Hefele, der bereits Mentor an der Hauptschule Kaufering ist, hat festgestellt, dass Jugendlichen oft einfach die „Wegführung“ fehlt. Wenn sie ein Ziel bekommen, dann leisten sie was, ist er überzeugt. Dass sich ein solches Ziel, ein Berufswunsch, auftut – dazu wollen die Mentoren oder Berufspaten motivieren. „Wie man perfekte Bewerbungen schreibt, müssen die Mentoren nicht wissen“, erklärt Schulamtsdirektor Konrad Lemnitzer. Wichtiger sei die Begleitung, der persönliche Kontakt zu den Jugendlichen. Information über „AhJu“ und Kommunikation für die Engagierten gibt es auf www.mgh-landsberg.de/ahju.

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