Ein "ständiges Auf und Ab"

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Hängt keinesfalls in den Seilen: Jugendpfleger Moritz Hartmann – hier bei mobilen Seilaufbauten im Wald bei einem Workcamp im Fuchstal.

Fuchstal – Die Jugendarbeit in der Gemeinde und speziell der Betrieb des Jugendtreffs im Fuchstal seien ein ständiges Auf und Ab. Mit diesen Worten bezieht Jugendpfleger Moritz Hartmann aus Landsberg Position. Aktuell sei die Entwicklung von einem „Generationenwechsel“ geprägt. Das heißt: Die älteren unter den Jugendlichen kämen, weil sie selbst den Führerschein haben und mobil sind, nur noch selten in den Jugendtreff. Jüngere Burschen und Mädchen, zumeist aus Klassen der Mittelschule Fuchstal, würden nachfolgen.

„Ohne ihn würde das Ganze so nicht funktionieren“, kommentiert Lilian Nirschl, sie ist Jugendreferentin im Fuchstaler Gemeinderat, die Arbeit und den Einsatz des Jugendpflegers Moritz Hartmann. Diese Tätigkeit sei allemal sinnvoll, zumal nicht alle jungen Leute in Vereinen aktiv seien. 

Bedauerlich findet Lilian Nirschl im Gespräch mit dem KREISBOTEN, dass letztes Jahr zwölf Familien zu einem Elternabend eingeladen wurden, aber nur zwei Erziehungsberechtigte abgesagt hätten und die anderen einfach nicht gekommen seien. So ist die Jugendreferentin mit dem Ge- meindejugendpfleger Moritz Hartmann allein da gesessen. Das Desinteresse mancher Eltern müsse man zur Kenntnis nehmen. 

Seit zwölf Jahren 

Moritz Hartmann (39) ist der dienstälteste Jugendpfleger. Seit 2003 arbeitet er im Fuchstal. Früher waren auch die Gemeinden Denklingen und Unterdießen dabei, die sich aber wieder zurückgezogen haben. Der Landsberger ist 20 Stunden pro Woche für die Gemeindejugendarbeit eingestellt. Zusätzlich ist er noch in der Offenen Ganztagsschule der Mittelschule Fuchstal tätig. 

„Der Jugendtreff läuft ganz gut“, betonte Moritz Hartmann, als er neulich vor den Gemeinderäten einen Bericht über die Jugendarbeit im Jahr 2014 abgab. Es kämen zirka 30 junge Leute, wobei die meisten zwischen 14 und 18 Jahre sind. Zurzeit seien es mehr Jungs als Mädels. Gut besucht war letztes Jahr die Jungbürgerversammlung mit 40 Teilnehmern. 

Der Jugendtreff befindet sich bei der Mittelschule und bei der Fuchstalhalle zwischen Asch und Leeder. Hartmann informierte, dass es zurzeit vier „Schlüssel-Beauftragte“ gebe. Dies seien zwei volljährige Burschen aus Leeder und Asch, die meist am Wochenende da seien, sowie zwei jüngere Mädchen aus Seestall und Leeder. Zweimal sei im vergangenen Jahr ein Hausverbot ausgesprochen worden. Hartmann nahm auch den Begriff vom „präventiven Zusperren“ in den Mund. Dies erfolge während seines Urlaubs, aber auch an kritischen Tagen wie z.B. in der Freinacht. 

40 Prozent des zeitlichen Aufwands entfallen auf die Jugendsozialarbeit, erklärte Moritz Hartmann vor den Gemeinderäten. Diese sei vielfältig ausgeprägt. Sie reiche von Konflikten mit den Eltern und Freunden über Drogenprobleme bis zur Lehrstellensuche. Anlaufstelle ist das Jugendbüro im Untergeschoss der Fuchstalhalle, das zur Schulzeit von Montag bis Donnerstag jeden Nachmittag von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist. „Ich mache Jugendarbeit, keine Angebote für Kinder“, präzisierte Hartmann seinen Schwerpunkt. Freilich: Bei Aktionen wie der Fuchstaler Spaß-Olympiade (2014 in Zusammenarbeit mit Vereinen mehr als 80 Teilnehmer) oder wie der Spielmobilwoche sind auch Jüngere dabei.

Johannes Jais

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