Dießens  Ex-Feuerwehr-Chef:

Über 13.000 Stunden im Dienst der Allgemeinheit

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Sie leiten nach der Ära Anton Eberl (3. v. links) die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr Dießen (von links): Daniel Christ, Ludwig Fastl, Rüdiger Steffek, Anja Bukoll, Daniela Wegele, Florian König und Dominik Wimmer.

Dießen – Führungswechsel bei der Feuerwehr: Nach über 40 Jahren im aktivem Dienst, davon 28 Jahre im Vorstand und seit 2006 an der Spitze, gab Anton Eberl sein Amt ab. Zum Nachfolger und Vorsitzenden wurde bei der 152. Generalversammlung im Feuerwehrgerätehaus Daniel Christ gewählt. Corona-bedingt fanden die Neuwahlen erst jetzt statt.

Neu in der Vorstandschaft sind auch Anja Bukoll als Schriftführerin und Ludwig Fastl als Vertrauensmann. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dominik Wimmer als 2. Vorsitzender und Daniela Wegele als Kassiererin. Als Wahlleiterin fungierte Bürgermeisterin Sandra Perzul, die als Gemeindechefin auch oberste Dienstherrin der Dießener Feuer­wehr ist. Die Kommandanten standen nicht zur Dispo­sition. Es bleibt hier beim bewährten Duo Florian König als erster Kommandant und Rüdiger Steffek als Vize.

30 Brände

Wie Florian König in seinem Bericht ausführte, hatte die Dießener Feuerwehr im vergangenen Jahr 244 Einsätze. 30 davon fielen auf Brände, 184 auf technische und sonstige Hilfe­leistungen und zwei auf Sicher­heitswachen. 28 Mal gab es Fehlalarmierungen. In den insgesamt 2.777 Einsatzstunden war auch eine Tierrettung in Raisting, wo ein Pferd mit dem „Tier-Bergegeschirr“ aus einem Gully befreit wurde.

30 Einsätze wurden zur Unterstützung der Gemeinde und 36 als Hilfestellung für die Ortsvereine geleistet. König betonte, dass es ohne die freiwillige Mitwirkung abseits des klassischen Zuständigkeitsbereichs der Feuerwehr viele Veranstaltungen in Dießen nicht gäbe.

Absolvierten die Dießener Feuerwehr im vergangenen Jahr noch 6.207 Ausbildungs- und Übungsstunden, so musste in diesem Jahr Corona-bedingt ein flexibles System eingeführt werden. Die Teilnehmerzahl ist jeweils beschränkt, wodurch man in kleinen Gruppen an unterschiedlichen Tagen übt. Unterschätzt wird oft, was die Aktiven an Arbeiten im und am Gerätehaus, bei der Pflege von Fahrzeu­gen und Gerätschaften sowie in den Bereichen Vorbeugender Brandschutz, Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Im abgelaufenen Jahr waren das 4.478 Stunden.

Insgesamt errechnete Florian König die imposante Zahl von 13.462 Stunden im Dienst für die Allgemeinheit. Dafür dankte ausdrücklich Bürgermeisterin Sandra Perzul in ihrem Grußwort: „Unsere Feuerwehr ist ein leistungsstarker und zuverlässiger Dienstleister.“ Sie mache Dießen sicher und lebenswert.

Tausendprozentig

Standing Ovations gab es für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Anton Eberl, nachdem ihn sein Vize Dominik Wimmer ausführlich gewürdigt hatte. Eberl sei ein Technik- und Organisationsgenie, das in den vielen Funktionen seiner über 40-jährigen Tätigkeit Enormes geleistet habe: „Müsste man sich einen tausendprozentigen Feuerwehrmann schnitzen, käme nur einer raus, nämlich Anton Eberl.“

Wie bei jeder Generalversamm­lung gab es Ehrungen für verdiente Feuerwehrmänner. Für langjährige Dienstzeit wurden ausgezeichnet Norbert Ernst (50 Jahre), Robert Waldhauser (40), Rainer Eckl und Jörg Herdegen (je 25) und Benedikt Ederer (10).

Über Nachwuchs kann die Dießener Feuerwehr nicht klagen. Zu Feuerwehrmännern befördert wurden Christian Antinie, Florian Engert, Cosmo Schürer, Monja Sprenzinger und Nick Ziese. Hauptfeuerwehrmann können sich jetzt Andreas Kieninger und Niklas Seitz nennen.
Dieter Roettig

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