Was geschah wirklich bei jener Party?

Mit einem Freispruch ist die Verhandlung am Amtsgericht Landsberg gegen einen 16-Jährigen aus dem Landkreis ausgegangen, der wegen sexuellem Missbrauchs einer 13-Jährigen angeklagt worden war. Es mangelte an Beweisen – weder das vermeintliche Opfer noch Zeugen lieferten Hinweise zu dem, was bei einer privaten Feier im August 2008 geschehen war. Der Angeklagte bestritt die Tat.

Völlig betrunken war das damals 13-jährige Mädchen gewesen. Sie hatte derart viel Alkohol zu sich genommen, dass sie sich an nichts mehr erinnern konnte. Der Angeklagte, der inzwischen Auszubildender ist, soll den „widerstandsunfähigen“ Zustand des Mädchens ausgenutzt und mit ihr Geschlechtsverkehr gehabt haben. Zeugen erklärten, dass die beiden sich während der Feier geküsst und umarmt hätten. Schließlich kam der Vorwurf auf, da wäre noch mehr passiert – zu Lasten der Schülerin. Mit einem Trick hatte diese dann versucht, den 16-Jährigen zu entlarven. Sie rief ihn per Telefon an und erzählte, dass sie schwanger von ihm sei. Er habe daraufhin geantwortet, dass er ein Kondom benutzt habe. In der Verhandlung ließen sich die schwerwiegenden Vorwürfe nach Meinung von Richter Alexander Kessler jedoch nicht ausreichend beweisen. Der Jugendliche, der ein Vergehen seinerseits bestritt, wurde freigesprochen. Staatsanwalt Michael Nißl hatte eine Jugendstrafe ohne Bewährung von einem Jahr und sechs Monaten gefordert. Verteidigerin Monika Pütz hatte für Freispruch plädiert. Die 13-Jährige wurde durch Rechtsanwältin Marion Zech vertreten.

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