Gestärkt in der Krise – Genossenschaftsbanken als "Fels in der Brandung"

„Die regionale Verwurzelung der genossenschaftlich organisierten Banken hat sich in der Krise bewährt“, betont Klaus Schmalholz, Vorsitzender des Kreisverbandes Landsberg der Volks- und Raiffeisenbanken. „Ein Geschäftsmodell, das in den letzten Jahren vielen Angriffen ausgesetzt war, zeigt in schwierigen Zeiten seine wahre Stärke.“

Die Kreditinstitute, die sich seit ihrer Gründung dem traditionellen Bankgeschäft verschrieben haben, führt Schmalholz in einer Presseerklärung weiter aus, erwiesen sich als weitgehend resistent gegenüber Spekulationen an internationalen Finanzmärkten. So seien auch die sechs Mitgliedsbanken des Kreisverbandes Landsberg von den Unruhen der letzten Monate zwar nicht unbeeindruckt geblieben, jedoch habe das große Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit und die hohe Beratungs- qualität der Volks- und Raiffeisenbanken deren Stabilität untermauert. Dies sei eine Bestätigung für das Geschäftsmodell der regionalen Genossenschaftsbanken mit zahlreichen Geschäftsstellen und Ansprechpartnern vor Ort. "Sicherer Hafen" „ Der Vertrauenszuwachs unserer Kunden lässt sich auch an den Zahlen des vergangenen Jahres ablesen“, blickt Klaus Schmalholz zurück. Mit einem Anstieg der Ge- samt-Bilanzsumme von 4,4 Prozent auf nunmehr 1,145 Milliarden Euro verbuchten die Banken dann auch wirklich auf ein „weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr“. Dass die Genossenschaftsbanken im Landkreis Landsberg von vielen Kunden als „sicherer Hafen in schwierigen Zeiten“ gesehen werden, zeige auch der Anstieg der Kundenzahlen. Um fast 4000 neue Kontoverbindungen und mehr als 41,6 Millionen Euro Einlagen seien die hiesigen Volks- und Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr gewachsen. Schmalholz und seine Vorstandskollegen führen dies auf das gestiegene Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Stabilität zurück. „Gerade als Bank vor Ort, sind wir jetzt in besonderem Maße unseren Kunden verpflichtet“, so der Vorsitzende auf die Frage nach der berühmten Kreditklemme. „Die Mittelstandsförderung und damit die Vergabe von Krediten an Unternehmer zählt nach wie vor zu unseren Hauptaufgaben.“ Dies zusammen mit der Finanzierung von Immobilien und anderen Wünschen der Kunden ergebe im Jahr 2008 Ausleihungen von fast 662 Millionen Euro – vornehmlich im Landkreis Landsberg. Dass auch die Zusammenarbeit mit dem Verbund klappt, könne am Beispiel der Bausparkasse Schwäbisch Hall aufgezeigt werden. Schmalholz: „Mit um 23,9 Prozent gesteigerten Neuabschlüssen mit ihrer unangefochtenen Nummer 1 der privaten Bausparkassen beweisen die Kreditgenossenschaften, dass sie als echte Universalbanken agieren und dem Kunden alles aus einer Hand bieten können. Und das auch noch höchst erfolgreich.“ Auch als Wirtschaftsfaktor seien die Banken nach wie vor unverzichtbar: Insgesamt 377 Mitarbeiter betreuen über 70000 Kunden mit zusammen fast 144000 Konten. Weiterhin waren im vergangenen Jahr 25 Auszubildende in den Banken beschäftigt; und dies mittlerweile nicht mehr nur als Auszubildende im Bankberuf, sondern bei- spielsweise auch als EDV-Kaufleute. Und auch in der Förderung der Vereine und Institutionen vor Ort spielten die Volks- und Raiffeisenbanken laut Schmalholz nach wie vor in der ersten Liga: „Unzählige Projekte im sozialen, karitativen oder kulturellen Bereich konnten mit Hilfe von Spendengeldern realisiert werden.“ Und was erwartet man sich vom Jahr 2009? „Der Konjunktureinbruch wird sich sicherlich auch auf die Geschäfte unserer Kunden auswirken“, so Schmalholz. „Wir sind jedoch vorsichtig optimistisch, da wir in einer stabilen und erfolgreichen Region tätig sind, die keine übertriebene Branchenlastigkeit aufweist und somit weniger anfällig ist.“ Dass das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken noch nichts von seiner Zuverlässigkeit und Sicherheit verloren hat, das hätten die Volks- und Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr ein- drucksvoll bewiesen, betont Klaus Schmalholz abschließend.

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