Ergebnisse der Bürgerbeteiligung

Bürger als Experten

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Leicht gewölbt, maximal vier Meter breit, möglichst rutschfest und gut beleuchtet, so wünschen sich die Bürger die in Planung befindliche neue Mühlbachbrücke in den Seeanlagen, die bald die „Rialtobrücke“ (Foto) ersetzen soll.

Dießen – „Wir haben jetzt konkrete Ergebnisse, die wir den Fachplanern vorlegen können. Ein großes Dankeschön dafür“, freute sich Bürgermeister Herbert Kirsch in der jüngsten Gemeinderatssitzung angesichts der Rückschau auf den Bürgerbeteiligungsprozess Seeanlagen. Gemeinsam mit engagierten Bürgern stellte Moderatorin Helga von Winter den Kommunalpolitikern die Ergebnisse vor. Bedauerlich sei, dass im Bürgerbeteiligungsprozess keine Jugendvertreter mitgearbeitet hätten. „Aber man erwischt nie alle.“

„Die Bürger sind im Beteiligungsverfahren zu Experten geworden und haben einen tollen Job gemacht“, lobte sie. Nach dem Bürgertag zum Thema Seeanlagen, der am 1. April mit Infoständen, Vorträgen und einer Führung durch die Seeanlagen stattgefunden hat und große Resonanz erfuhr, kam die Bürgerarbeitsgruppe nochmals zusammen, um die zahlreichen, auf bunte Karten notierten Wünsche und Anregungen der Bürgertagsbesucher zu bündeln. Ein großes Thema war unter anderem die Radwegeführung. Nach Aussage der Arbeitsgruppe wird von zahlreichen Bürgern ein Miteinander von Radlern und Fußgängern in den Seeanlagen gewünscht und von den Fachplanern auch empfohlen. Ein Radweg, so der Vorschlag der Arbeitsgruppe, soll parallel zur Eisenbahnbrücke über die Fußgängerunterführung geleitet werden. Aber auch auf der geplanten neuen Brücke über den Mühlbach, die maximal vier Meter breit werden soll, sollte rücksichtsvolles Radeln nach Ansicht der Bürger nicht tabu sein. Grundsätzlich, so von Winter, sei mehr Grün und eine Verkleinerung der Asphaltflächen in den Seeanlagen gewünscht, die Beleuchtung, auch in der Bahnunterführung, soll verbessert und für die neue Brücke in LED-Ausführung im Handlauf gleich eingeplant werden.

Das Seeufer soll durch eine stufenförmige und begrünte Natursteinufermauer attraktiver gemacht und die Verlandung im Auge behalten werden. Wünschenswert sei außerdem die Instandsetzung der vorhandenen Stege und eine Vielfalt von Spiel- und Sitzmöglichkeiten, sowie Infotafeln zu Flora und Fauna.

Baumpflanzungen im direkten Umfeld des Pavillons seien laut Rückmeldung von Landschaftsarchitektin Ursula Hochrein mit der Denkmalpflege abzuklären. Auch eine direkte Beschattung des kriechenden Selleries auf der Wiese am Dampfersteg sei aus naturschutzfachlichen Gründen nicht möglich, und die Idee eines Amphitheaters südlich vom Kiosk widerspräche dem Wunsch nach einer Fahrradrampe an dieser Stelle.

Angefangen werde nun mit der Sanierung der Ufermauer, so Bürgermeister Herbert Kirsch. Ein Bodengutachten zur Fundamentierung soll in Kürze in Auftrag gegeben werden, dann soll die Planung folgen. Auch darüber würden die Bürger auf dem Laufenden gehalten.

Ursula Nagl

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