"Gießkanne" soll’s nicht sein

Die Jugendarbeit soll gefördert werden – doch wie geht das am besten? Lange haben die Mitglieder des Verwaltungs- und Finanzausschusses darüber diskutiert. Dabei ging es gar nicht um riesige Summen, sondern um Beträge bis 20000 Euro, mit denen die Vereine, die jugendliche Mitglieder haben, unterstützt werden sollen. Eine sichere Förderung von 15 Euro pro Jugendlichem steht jetzt aber fest, maximal sind 15,50 Euro drin.

28 Vereine haben für dieses Jahr Förderung beantragt. Zwei sind neu dazugekommen: die Royal Rangers Christliche Pfadfinder und der Förderverein Musikschule. Beide Gruppen zusammen bringen gleich 236 „zu fördernde“ Jugendliche mit. Damit stieg die Gesamtzahl derer, für die die Stadt bezuschusst, um 219 – von 1040 auf 1259 Jugendliche. Ausgeben wollte sie für den Posten „Zuschuss zur laufenden Jugendarbeit nach den Förderrichtlinien“ eigentlich nur 16800 Euro. Dieser Betrag ist im Haushalt 2010 eingestellt. Doch das reicht nun nicht mehr, wenn dieses Jahr für jeden Jugendlichen immer noch 15,50 Euro bezahlt werden. „Bleiben wir bei 15,50 Euro oder legen wir ein festes Kontingent fest?“, fragte Gerhard Müller vom Referat für Schulen, Jugend und Sport. Zu bedenken war dabei, dass die Beträge durch eine Fördergrenze sinken könnten, wenn noch mehr Vereine sich anmelden. Stadträte wie Jonas Pioch (Landsberger Mitte) und Christoph Jell (UBV) monierten das. Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) schlug die Deckelung des Gesamtförderbetrages auf 20000 Euro vor und verteidigte diesen Gedanken. „Was wir hier machen, ist überaus großzügig! Ich bin gegen das Prinzip Gießkanne“, sagte er und verwies auch auf konkrete Förderungen im Einzelfall, die die Stadt erteile. Grünen-Stadtrat Ludwig Hartmann wunderte sich über die Diskussion angesichts des doch eher niedrigen Betrags von rund 20000 Euro, über den entschieden werden sollte. Wenn man den Bedarf habe, müsse man auch danach handeln, so Hartmann und hielt auch eine Steigerung des Kontingents auf 30000 Euro für möglich. Als Beispiel für engagierte Jugendarbeit nannte er die Evangelische Jugend. Einstimmig wurde beschlossen, den Vereinen eine Förderung von mindestens 15 Euro und maximal 15,50 Euro zuzubilligen. Das Budget legten die Ausschussmitglieder von 16800 auf 20000 Euro fest, was eine Steigerung von rund 19 Prozent bedeutet.

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