Ein Glücksfall für Utting?

Während die jüngsten Begehrlichkeiten der Staatsregierung, unentgeltlich Grund­stücke für den Aufbau des digitalen Behördenfunks (der KREISBOTE berich­- tete) zu erhalten, viele Gemeinden verärgert, mausert sich dieses Anliegen am Ammersee zum Glücksfall. Denn Utting bekommt voraussichtlich auf Staatskosten einen Masten an einem Standort, an dem man schon lange eine Alternative zu den innerörtlichen Mobilfunkstandorten wünscht: unweit des Sportge­ländes.

Das Sportgelände hatte das Ingenieurbüro Ibaum schon im Herbst 2008 im Auftrag der Gemeinde als idealen Standort hinsichtlich der Minimierung der Strahlenbelastung bei optimaler Sendeleistung ausfindig gemacht. Der Verein „Schutz vor Mobilfunk“ war damals mit dem Anliegen an die Gemeinde herangetreten, Mobilfunkantennen aus der Ortsmitte zu verbannen. Für die Gemeinde wäre der Bau eines Masts am Ortsrand allerdings zu teuer geworden und die vier Mobilfunk­anbieter (E plus, O2, Telecom, Vodafon) vor Ort waren zu dieser Investition nicht zu bewegen. Im Gegenteil, sie beharrten darauf, ihre Antennen wei­­ terhin auf den bisherigen Stand­orten im Ortszentrum zu belassen. Doch wenn der Masten erst einmal steht hofft Bürgermeister Lutzenberger, die Mobilfunkanbieter nach und nach mo­tivieren zu können, ihre Antennen am Seefelder Hofberg und am Tengelmann-Markt abzubauen und den neuen Standort südlich des Sportgeländes anzunehmen. „Denn“, so Lutzenberger, „Besitzverhältnisse ändern sich und vielleicht sind die nachfolgenden Eigentümer nicht mehr bereit, bestehende Verträge mit Mobilfunkbetreibern zu verlängern.“ Wie der Bürgermeister im Gespräch mit der Presse ausführte, hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten nicht öffentlichen Sitzung deshalb den Beschluss gefasst, der für die staatliche Grundstücksakquise zuständigen Firma telent GmbH den Standort am Sportgelände anzubieten. Dieser Vorschlag sei positiv aufgenommen worden, ein Ortstermin habe bereits stattgefunden. Nur 30 Meter hoch Ursprünglich sollte der Digitalfunkmast 40 Meter hoch werden, nach Probemessungen sei man jedoch zu dem Schluss gekommen, dass 30 Meter an dieser Stelle für den digitalen Be­-hördenfunk ausreichen. „Auf alle Fälle muss der Mast so hoch werden, dass alle vier Mobilfunkanbieter von dort aus optimal senden können“, betont Lutzenberger, der die Vertragsverhandlungen mit telent und den dahinter stehenden Behörden als „sehr erfreulich“ bezeichnet. So könnte die vorausschauende Planung der Ge­- meinde in Sachen Mobilfunk dieser nun endlich zum Vorteil gereichen…

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