Göttliche Energie auch für die Politik

Im wiedereröffneten Rathaus (von links): Pfarrer Dirk Wnendt, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, Bürgermeister Peter Wittmaack, Architekt Edgar Bürger, Monsignore Heinrich Weiß und Landrat Walter Eichner. Foto: Nagl

Einen regelrechten Ansturm geladener Gäste hat das Rathaus am Samstag erlebt. Im Rahmen seiner feierlichen Wiedereröffnung erhielt das frisch sanierte Gebäude den kirchlichen Segen und viele Bürger nutzten den anschließenden „Tag der offenen Tür“ für einen Rundgang. Bürgermeister Peter Wittmaack bedankte sich, allen voran bei der Regierung von Oberbayern, die die energetische Sanierung mit einer Förderung von 720100 Euro aus dem Konjunkturpaket II möglich gemacht hatte. Insgesamt wurden 1,5 Millionen Euro investiert.

Allein 1900 Anträge auf energetische Sanierung aus dem Konjunkturpaket II habe die Regierung entgegen genommen, erinnerte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand. Eine individuelle Betreuung der Antragsteller sei angesichts dieser Zahl nicht einfach gewesen, umso mehr freue er sich, dass dies in Schondorf so gut gelungen sei. Trotzdem war für Hillenbrand die Freude nicht ungetrübt, „denn die Rechnung für das Konjunkturpaket kommt noch“, meinte er mit Blick auf die bevorstehenden Einsparungen im Personalbereich des öffentlichen Dienstes. Trotzdem sei er zuversichtlich, dass das Motto „Wenn Du aus dem Rathaus kommst bist Du gescheiter“ auch weiterhin gelte. Für Landrat Walter Eichner ist das Rathaus, in dem neben der Gemeindeverwaltung auch die Freiwillige Feuerwehr und die Bücherei untergebracht sind, das wichtigste „Kommunikations- und Dienstleistungszentrum“ in Schondorf. Seine aufgefrischte Architektur biete beste Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und stehe für Transparenz und Bürgernähe. Als „Betonkasten“ sei das Gebäude immer zu Unrecht diffamiert worden, fügte der mit der Sanierung beauftragte Architekt Edgar Bürger hinzu. Unter den „zeitgeistigen Sichtbetonapplikationen“ aus den 70er Jahren befänden sich Ziegelwände, außerdem sei die Entwurfsplanung von dem vor Kurzem verstorbenen Architekten Karl Eberl perfekt der Topografie angepasst worden, so Bürger: „Der Hof mit der Feuerwehreinfahrt schmiegt sich in die natürlich Senke eines Toteislochs. Die darüberliegende Passage verbindet die tiefer liegende Greifenberger Straße mit dem höherliegenden Bahnhof und damit Unter- mit Oberschondorf.“ Dank der energetischen Sanierung sei es gelungen, den Energiebedarf auf weniger als 40 Prozent der ursprünglichen Werte zu drücken. Auch von der „Krankheit Energieverlust“ sei das Rathaus nun geheilt, fassten Monsignore Heinrich Weiss und Pfarrer Dirk Wnendt, die die ökumenische Segnung vornahmen, zusammen. „Göttliche Energie“, die sich in Kraft, Besonnenheit und im Geist der Liebe ausdrücke, erbaten die beiden Geistlichen zudem für die im Rathaus agierenden Mitarbeiter und Kommunalpolitiker.

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