Teures Sterben

Gebühren für städtische Gräber sollen steigen

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Wenn der Stadtrat zustimmt, werden Bestattungen bald teurer.

Landsberg – Die Gebühren der städtischen Friedhöfe könnten ab Mai deutlich steigen. Die von Kämmerer Peter Jung vorgelegten Zahlen wurden im Finanzausschuss bereits diskutiert und sind an diesem Mittwoch, 10. April, Thema im Stadtrat.

Die geplanten Erhöhungen haben es in sich. Für ein einstelliges Wahlgrab würden die jährlichen Kosten zum Beispiel von 74 Euro auf 98,09 Euro steigen, für ein zweistelliges von 148 Euro auf 196,18 Euro. Eine einstellige Urnennische könnte sich im Jahr von 66 Euro auf 95,79 Euro verteuern (zweistellig: bisher 132 Euro, künftig 144,28 Euro).

Auch die Bestattungsgebühren gehen nach oben, wenn der Stadtrat der mehrheitlichen Empfehlung des Finanzausschusses folgt. Eine Beisetzung im Wahlgrab würde dann nicht mehr 303 Euro kosten, sondern 700,19 Euro. Die Benutzung des Leichenhauses soll tageweise abgerechnet werden und würde für Särge und Urnen gleichermaßen 125,75 Euro pro Tag kosten. Bis dato sind es pro Bestattungsfall 293 Euro für Särge beziehungsweise 29 Euro für Urnen.

Jung begründete die Erhöhungen mit den Investitionen der vergangenen Jahre – und damit, dass Friedhöfe kostendeckend betrieben werden sollten. Unklar ist, welcher kalkulatorische Zinssatz für das Anlagevermögen angesetzt wird. Die Kämmerei hatte mit drei Prozent kalkuliert, was jedoch auf Widerstand stieß. In der Stadtratssitzung sollen deshalb auch Gebührenberechnungen vorgestellt werden, denen ein kalkulatorischer Zinssatz von 2,5 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent zugrunde liegt.

Ulrike Osman

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