Kunst aus der Spraydose

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Bei den Graffiti-Kursen von Künstler Thorsten Wohlfahrt durften Jugendliche selbst zur Spraydose greifen und die Ergebnisse bei einer eigenen Vernissage ausstellen.

Kaufering/Landsberg – Wie man professionelle Graffitis sprüht, konnten Jugendliche in Kaufering und Landsberg vom erfahrenen Künstler Thorsten Wohlfahrt lernen. In dem vom Kreisjugendring ausgeschriebenen Kurs nahmen die Teenager nicht nur wertvolle Tipps für künftige Werke mit, sie durften auch selbst ihr Können unter Beweis stellen.

Insgesamt für vier Tage lud der Landsberger Kreisjugendring in Kooperation mit den Jugendbeiräten Landsberg und Kaufering sowie der Jugend Migrationsstelle Landsberg seine jungen Gäste zu zwei Graffiti-Kursen ein. 36 Jugendliche, alle zwischen 12 und 24 Jahre alt, folgten dieser Einladung. Die Hälfte der jungen Künstler waren Asylbewerber der SOS-Wohngruppe in Kaufering sowie aus Landsberg. Organisatorin Kimberley Maurer vom Kreisjugendring zeigte sich davon begeistert: „Es herrscht eine tolle Arbeitsatmosphäre, alle arbeiten gemeinsam am Projekt und haben Spaß!“

Dass der Start des Projekts gelingen konnte, daran habe Kauferings Bürgermeister Erich Püttner einen großen Anteil gehabt, erzählt Maurer. „Nachdem am Mittwoch das Wetter nicht mitgespielt hat, konnten wir nicht wie ursprünglich geplant, die Skate-Anlage besprayen. Herr Püttner hat uns dann spontan ermöglicht,. in der Unterführung der Kauferinger Realschule zu starten.“

Am Donnerstag konnte dank guten Wetters doch noch die Skate-Anlage in Angriff genommen werden. Als Übung wurden dabei zunächst die Skate-Hindernisse gemeinsam besprüht, anschließend durften sich die Kurs-Teilnehmer an einer eigenen Leinwand versuchen. Auch Künstler Wohlfahrt selbst hatte sichtlich Spaß an der Arbeit mit seinen Schützlingen: „Ich arbeite sehr gerne mit jungen und offenen Leuten zusammen, die Begeisterung für´s Sprühen ist hier bei allen spürbar.“

Dennoch sind sich die Organisatoren auch der Tatsache, dass Graffitis nicht bei Jedermann auf Gegenliebe stoßen, bewusst. „Wir geben unseren Kurs-Teilnehmern mit auf den Weg, dass anderer Leute Eigentum zu besprühen tabu ist. Insofern haben wir hier auch die Chance, auf die Leute präventiv einzuwirken. Glücklicherweise gibt es in Landsberg einige Stellen, an denen das Graffiti-Sprühen erlaubt ist.“ In Kaufering sei das noch nicht der Fall, auch dort wünsche man sich in Zukunft mehr Möglichkeiten für die Arbeit mit der Spraydose.

Im Anschluss an den Kurs waren die Kunstwerke der Teilnehmer ausgestellt. Im Juze Landsberg fand eine Vernissage mit den Leinwänden der jungen Graffiti-Künstler statt.

Marco Tobisch

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