Wo bleibt der Grillplatz?

Jungbürger-Versammlung Landsberg wünscht sich Grillplatz

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An der Lech-Staustufe 15 südlich des Englischen Gartens wird schon jetzt gerne Feuer gemacht. Bei der Jungbürger-Versammlung wurde nun ein offizieller Feuerplatz gefordert.

Landsberg – „Wir brauchen endlich einen Treffpunkt für Jugendliche, wo man Grillen und Chillen kann.“ Das war der Tenor der Jungbürger-Versammlung im Jugendzentrum Landsberg. Tatsächlich könnte es bald so einen Treffpunkt an der Lech-Staustufe 15 südlich des Englischen Gartens geben.

Passend zur Sommerzeit ist das Grillen natürlich ein Thema. Die etwa 25 Anwesenden waren sich einig, dass es in Landsberg dringend einen Ort geben sollte, an dem junge Menschen sich treffen können. Die Wünsche, wie dieser Ort aussehen sollte, waren recht klar: Eine Wiese zum Chillen, einen Grill-, Lagerfeuerplatz, Sitzmöglichkeiten, ein Volleyballplatz und eine Tischtennisplatte.

Wo das Ganze sein sollte, wussten die Jugendlichen auch schon: am liebsten bei der Staustufe Richtung Zehnerhof. Obwohl die Vertreter der Stadt den Wunsch nach einem Treffpunkt durchaus verstehen konnten, bereiten die Örtlichkeiten Probleme. Stefan Erhard von der Landsberger Wasserwacht sah gleich mehrere Schwierigkeiten: Ein Volleyballplatz wäre aufgrund des dortigen Landschaftsschutzgebietes nicht möglich. Genausowenig offenes Feuer.

Grillen wäre an sich machbar. Viele Menschen tun das bereits auch. Allerdings würden sie ihren Müll oftmals einfach liegen lassen. „Es kam auch schon vor, dass jemand nicht abgelöschte Grillkohle ins Gebüsch geworfen hat“, beklagte Erhard. Bisher halte die Wasserwacht den Platz ehrenamtlich sauber, obwohl er gar nicht mehr zu ihrem gepachteten Grundstück gehört. Sollte daraus aber offiziell ein Grillplatz gemacht werden, müsste sich jemand anderes finden, der dafür verantwortlich ist und sich um den Platz kümmert.

Trotz der Schwierigkeiten scheint jetzt aber eine Lösung in Sicht zu kommen. Oberbürgermeister Mathias Neuner hat schon Gespräche mit Uniper, dem Grundstückseigentümer, geführt und eine mögliche Umsetzung entwickelt. Konkret wollte er sich dazu aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern.

Ein weiteres Thema an dem Abend war die letzte Sitzung des Jugendbeirats mit der zweiten Bürgermeisterin Doris Baumgartl. Dabei wurde über ein organisiertes Silvester-Feuerwerk in der Stadt gesprochen. Momentan würde jeder mit Feuerwerkskörpern schießen wie er möchte und das könne schnell zu Unfällen führen, war die Argumentation. Allerdings könne die Stadt die Organisation nicht übernehmen. Die einzige Möglichkeit wäre ein privater Veranstalter.

Auch das altbekannte Tauben-Problem der Stadt beschäftigte die jungen Menschen offenbar. Sie informierten sich deshalb bei anderen Städten wie Augsburg, wie dort der Vermehrung entgegengewirkt wird. Dort gibt es einen Taubenverschlag, worin die Tauben ihre Eier legen. Diese werden herausgenommen und durch Gipseier ersetzt, sodass keine neuen gelegt werden. Die Stadt fand die Idee durchaus interessant und wolle nun überlegen, ob sich diese Methode auch in Landsberg umsetzen ließe.

Stephanie Novy

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