Letzte Influenza-Meldung im April

Grippe im Landkreis Landsberg auf dem Rückzug

Corona in Deutschland: Laut dem RKI  gab es 2020 weniger Infektionskrankheiten wie Grippe
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2020 gab es deutlich weniger Infektionskrankheiten als in den Vorjahren. Im Landkreis gab es den letzten Influenza-Fall im April. Grund dafür seien die strengen Corona-Regeln. (Symbolbild)

Landkreis – Virus ist nicht gleich Virus. Die Übertragungswege hingegen gleichen sich. So verbreitet sich auch das Influenza-Virus über Tröpfchen. Und Maske, Abstand und Händewaschen dämmen nicht nur das Coronavirus ein: Im Landkreis wurde der letzte Influenza-Fall am 4. April gemeldet.

„Im Herbst 2020 wurden aber auch erheblich mehr Menschen gegen Influenza geimpft“, gibt die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes Birgit Brünes­holz zu bedenken. Dennoch: 2019 wurden 336 Influenza-Fälle gemeldet, 2020 waren es vom 1. Januar bis zum 4. April 413 – danach keiner mehr.

Nicht nur Grippe, auch Noroviren, für Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich, würden durch die Hygienemaßnahmen eingedämmt. 2019 habe es hier 137 Meldungen gegeben, 2020 seien es 44 gewesen – 40 davon im ersten Quartal. Campylobacter-Infektionen, die auch Magen-Darm-Krankheiten verursachen, sind bakteriell“, betont Brünesholz. Sie werden über Geflügelfleisch, nicht pasteurisierte Milch oder über Trinkwasser übertragen und seien deshalb weiterhin aufgetreten.

Den Rückzug von Infektionskrankheiten aufgrund der Hygienemaßnahmen konstatiert auch Dr. Alexander Schnelke, Chefarzt der Kindermedizin und Ärztlicher Direktor des Klinikums Landsberg: „Wir sehen nahezu keine Infektionskrankheiten im Kindesalter mehr.“ Luftwegsinfekte seien extrem selten, „Durchfallerkrankungen sind deutlich zurückgegangen“. Die Maßnahmen wirkten offensichtlich – „und das nicht nur gegen Corona.“

Zu sehen ist das auch in den Karten des RKI für die Saison 19/20 zu akuten respiratorischen Erkrankungen: Mitte März gibt es zahlreiche rote und gelbe Gebiete, die stark oder deutlich erhöhte Werte markieren. Ende März ist sie einheitlich dunkel­blau – weniger geht nicht.
Susanne Greiner

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