Großbaustelle mit Hindernissen

In den Augen von Pächter Walter Ott „ein Schandfleck“: die Betontröge um die Terrasse der Gaststätte im Landsberger Sportzentrum. Foto: Kruse

Im Zuge der umfangreichen Brandschutzsanierung präsentiert sich das Sportzentrum derzeit teilweise in einem regelrecht ruinenähnlichen Zustand. Lärm, Erschütterungen und Dreck sind für die FUN-Mitarbeiter, die mitten in der Baustelle sitzen, kaum auszuhalten. Klar ist, dass diese Belästigungen bei einer derart großen und nötigen Baumaßnahme kaum zu vermeiden sind. Nicht so klar scheint dagegen, ob man wirklich so gut im Zeitrahmen liegt, wie von seiten der Stadt genannt. Mehrere Vorkommnisse in jüngster lassen daran Zweifel aufkommen.

So dauerte die Sanierung der Terrasse über ein Jahr länger als vorgesehen. Bereits dadurch entstanden dem Gaststättenpächter erhebliche finanzielle Ausfälle. Richtig fertig scheint die Baumaßnahme immer noch nicht zu sein: Im neuen Mastix-Bodenbelag traten bereits mehrere große Risse auf, die jetzt geflickt wurden. In die breiten Bitumenfugen sind schon mehrere Gäste mit Sitzbänken und Stühlen eingesunken. Im Eingangsbereich der Eishalle wird sich erst noch zeigen, ob der Belag im Winter so gut von Schnee und Eis geräumt werden kann wie zuvor die Betonplatten; vermutlich muss man hier wegen der groben Struktur künftig vermehrt mit Streusalz arbeiten. Ein trauriges Bild bieten immer noch die großen Betontröge an der Terrasse. Sie sind eigentlich für eine Bepflanzung vorgesehen. Derzeit enthalten sie lediglich einige recht mickrige orangefarbene Blümchen und dazu ein paar Königskerzen, die üblicherweise eher auf Schutthalden oder Baustellen zu finden sind. Für Walter Ott „ein Schandfleck, da gehört eine ordentliche Bepflanzung mit einer niedrigen Hecke oder ähnlichem hin.“ Was den Pächter der Gaststätte im Sportzentrum am meisten ärgert: „Bei der Stadt sagt man mir, das sei in Ordnung und sehe gut aus, wie es ist.“ Schwierigkeiten gibt es auch für einige Mieter im Sportzentrum. Da seit Monaten immer wieder Wasser, Heizung oder gar Strom ausfallen, fordern sie jetzt eine Mietminderung von der Stadt. Auch eine der offensichtlich schwierigsten Sanierungsmaßnahmen ist immer noch nicht ganz abgeschlossen. Im Aufgang zur Gaststätte vom Parkplatz aus wird bereits seit über zwei Jahren außerplanmäßig lange gearbeitet. Die meiste Zeit allerdings waren dort keine Handwerker, sondern lediglich eine geöffnete Decke zu sehen. Aus der maroden Holzkonstruktion stürzte im vergangenen Winter Wasser, das sich darüber gesammelt hatte, monatelang in kleinen Bächen herab. Inzwischen ist die Decke zu einem großen Teil wieder mit den alten Verkleidungen verschlossen, einige Rohre liegen aller­- dings immer noch offen, mehrere Kabel hängen heraus, die Beleuchtung ist provisorisch mit Kabelbindern an Latten und Rohren befestigt. Bei der aktuellen Sanierung erwies sich die Lage bei den Um­kleidekabinen als problematisch. Die Landsberger Footballer mussten sich während ihrer abgelaufenen Saison in der Eishalle umziehen, da wegen der Sanierung keine Kabinen in der Sporthalle zur Verfügung standen. Nachdem der HC Landsberg inzwischen wieder trai­- niert, fällt diese Ausweichmöglichkeit jetzt ebenfalls weg. Eine der Folgen: Zur Erheiterung von Passanten mussten sich die Fußballer des TSV Landsberg beim abendlichen Training teilweise unter freiem Himmel „nackig machen“. Nach einer Be­- schwerde hat man inzwischen wieder Zugang zu einer Kabine bekommen. Eng wird es auch für die Basketballer. „Nach derzeitigem Stand können die ihr erstes Punktspiel nicht in der Sporthalle austragen“, sagt FUN-Leiter Anton Sirch. „Ob das aber wirklich so ist, erfahren wir erst eine Woche vorher.“ Im Moment sieht es so aus, als müsste die DJK Landsberg in der Turnhalle Isidor-Hipper-Straße spielen. Immerhin: Der Schulsport­- betrieb soll im Sportzentrum wieder termingerecht möglich sein, da die Kabinen bis dahin fertiggestellt sein dürften. Ungelöst ist auch das Überflutungsproblem auf dem Parkplatz direkt vor der Eishalle (der KREISBOTE berichtete): Obwohl der offensichtlich von „Fischzüch­tern“ verursachte Rückstau im Hungerbach mittlerweile durch den Bauhof beseitigt sein sollte, stand der Platz nach den jüngsten Stark­regen wieder knöcheltief unter Wasser.

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