Rinderstall wird Hochzeitssuite

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Das idyllisch gelegene Gut Romenthal ist ein Kleinod. Der Gutsbesitzer möchte den Rinderstall (Foto) nun zu einer Hochzeitssuite mit Festsaal umbauen.

Dießen – Seit vier Jahren wird auf dem einstigen staatlichen Öko-Versuchsgut Romenthal nachhaltige Landwirtschaft betrieben.  In Kürze soll ein neues Standbein dazu kommen: Gutsherr Dr. Artus Pourroy möchte den alten Rinderstall zur Hochzeitssuite mit Festsaal umgestalten.

Nachdem das Thema im November vertagt worden war, weil es noch einige Fragen zu klären galt, wurde das Anliegen des Diplom-Kaufmanns Pourroy vergangene Woche im Bauausschuss der Marktgemeinde zügig durchgewinkt. Schließlich ist das Gut, das 2011 vom Heimatverein als „Haus des Jahres“ ausgezeichnet wurde, ein Vorzeigeprojekt.

Nun beabsichtigt der Gutsbesitzer den Rinderstall, der bis auf das Heulager in der Tenne ungenutzt ist, zu sanieren und auszubauen. Im Südflügel des 53 Meter langen und zwölf Meter breiten Gebäudes ist auf zirka 215 Quadratmetern der Hochzeitssaal einschließlich Küche und Sanitärbereich vorgesehen. Im Nordflügel sollen im Erdgeschoss drei Ferienwohnungen mit Größen von 83 bis 88 Quadratmeter und ein Technikraum untergebracht werden. Und im Dachgeschoss soll eine 284 Quadratmeter große Suite Platz finden. In der Planung werden außerdem 24 Stellplätze dargestellt. Ein Gastronomiebetrieb ist nicht angedacht, stattdessen soll die Bewirtung in Form von Catering erfolgen.

Der Saal soll nicht allein für Hochzeiten, sondern auch für andere Veranstaltungen angemietet werden. Es sei davon auszugehen, so Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger), dass das beantragte Vorhaben, vergleichbar mit „Ferien auf dem Bauernhof“, dem landwirtschaftlichen Betrieb diene. Bereits 2008, bei der Vorstellung seines Konzepts, habe der Antragsteller auf Pläne dieser Art hingewiesen. Außerdem könne man davon ausgehen, so Kirsch, das die Umsetzung der vorgelegten Planung eine deutliche Aufwertung des Bestandsgebäudes mit sich bringen werde. Geöffnet seien nach wie vor auch die Spazierwege, die über das Gutgelände führen. Im Bereich der Landsberger Straße werde für Spaziergänger außerdem ein Überstieg am Weidezaun angebracht, teilte Kirsch mit.

Alban Vetterl (CSU) regte an, einen Weg, der früher südlich des Gutes zu den Häusern der Bediensteten und zum Romenthalweiher führte, wieder begehbar zu machen. Vetterls Fraktionskollege Jürgen Zirch wusste allerdings, dass dieser Weg nie ein öffentlicher Weg, sondern lediglich eine temporäre Durchgangsmöglichkeit zwischen dem früheren Wildgehege und dem Nachbargrundstück gewesen sei, die mittlerweile zugewachsen ist. Ursula Nagl

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