Großer Verkehrsplan in Sicht

Jetzt soll ein Gesamtverkehrsplan für die Marktgemeinde Kaufering her. Auf welchen Fundamenten dieser stehen könnte, hat in der jüngsten Sitzung des Rates Verkehrsexperte und Ingenieur Werner Frey demonstriert. Damit kommt man auch der Forderung der GAL nach, die mit Blick auf die anvisierten verkehrstechnischen Maßnahmen, wie etwa der Süd-Ost-Spange oder die Nord-Ost-Tangente (Verlängerung der Hessenstraße bis zur alten B 17), ein Gesamtverkehrskonzept für die Marktgemeinde gefordert hatte.

Laut Frey bedarf es dreier Phasen die letztlich in einen Verkehrsentwicklungsplan für Kaufering münden. Dabei werden mit Kfz-, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Fuß- und Rad­wegmaßnahmen drei Säulen beleuchtet. Ziel ist es, den Verkehr mit seinen Strömen und Zahlen zu analysieren, um letztlich daraus Rückschlüsse für etwaige verkehrstechnische Maßnahmen zu ziehen. In einem ersten Schritt könnten nun erneut Verkehrszählungen (in der Zeit um Ostern) durchgeführt werden, die die Zahlen der bereits erfassten Verkehrszählungen und Kennzeichenerfassungen rund um Kaufering-Dorf, den Knoten- punkten der B 17 alt sowie an den Ein- und Ausfallstraßen ergänzen. Parallel dazu könnte eine Mobilitätsanalyse durch eine Haushaltsbefragung mit 2500 Fragebogen erfolgen, die wie Frey sagt rund zehn Prozent der Einwohner erfasst. „Dann erfolgt eine Gesamtbewertung“, so der Ingenieur. Resultierend aus den Ergebnissen sieht Phase zwei des Verkehrsentwicklungsplanes laut Werner Frey vor, einen Entwurf aufzustellen, in dem Leitlinien der zukünftigen verkehrlichen Entwicklung definiert sind. Diese müssen dann im Marktgemeinderat sowie in Bürgerforen diskutiert werden, erläuterte der Verkehrsexperte weiter. Phase drei stellt die Realisierungskonzeption dar. Laut Frey ist diese Phase noch optional zu sehen. Hier könnte dann ein Umsetzungsplan sowie eine Prio­ritäten- und Zeitreihung aufgestellt werden. Verkehrs-Zeitplan Wie der zeitliche Rahmen für den umfangreichen Verkehrsentwicklungsplan aussehen könnte, zeigte Frey ebenfalls: Phase eins mit Bestandsaufnahme und Analyse: Erhebungen April bis Juli 2010, Verkehrsanalyse Juli bis November 2010; Phase zwei mit Konzept- und Maßnahmenentwicklung: Leitbild und Konzeptionen November bis August 2011, Abstimmungen Mai bis September 2011; Phase 3 mit Realisierungskonzeption: September bis Dezember 2011. Die Gesamtkosten für dieses Gesamtverkehrskonzept beziffert Frey auf 35000 bis 70000 Euro, je nach Differenzierung.

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