Snowdance 2017 in Landsberg

Ein Treffpunkt von Stars und Filmemachern

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Die Snowdance-Initiatoren (von links): Heiner Lauterbach, Tom Bohn und Jürgen Farenholtz.

Landsberg – Wer beim Wort Filmfestival an gestellte Grinse-Posen auf dem Roten Teppich, Blitzlichtgewitter, Bodyguards und abgeschirmte VIP-Bereiche denkt, liegt beim Snowdance Independent Filmfestival Landsberg völlig daneben. In der Lechstadt feiern zwischen 28. Januar und 5. Februar Stars, Filmemacher und Publikum gemeinsam und ohne Berührungsängste die bereits vierte Auflage des Festivals für den unabhängigen Film. Die Snowdance-Initiatoren: Festival-Director Heiner Lauterbach, Creative-Director Tom Bohn und Managing-Director Jürgen Farenholtz. Der KREISBOTE ist erneut Medienpartner des Filmfestivals.

Laut Branchenkennern hat sich Snowdance inzwischen zur wichtigsten Drehscheibe Deutschlands für diese Filmspezies entwickelt. Vielleicht auch, weil die Hofer Filmtage seit dem Ableben ihres Gründers Heinz Badewitz viel an Bedeutung verloren haben. Für kreative Filmer aus aller Welt ist es inzwischen ein „must“, ihre Werke in Landsberg einzureichen und auf ein positives Urteil der Vorauswahl-Jury zu hoffen.

„Freddy Eddy“ mit Felix Schäfer in der Hauptrolle ist Eröffnungsfilm des Snowdance Independent Filmfestivals.

Diesmal haben es aus fast 450 Bewerbungen 13 Spielfilme, zwölf Dokumentarfilme, neun Serien, 17 Kurzfilme und vier Videoclips in das erstmalig auf neun Tage verlängerte Programm geschafft. Die Filme kommen unter anderem aus Australien, Kanada, Großbritannien, Japan, China, den USA, den Philippinen, der Schweiz und natürlich aus Deutschland mit dem Eröffnungsfilm „Freddy Eddy“ von Regisseurin Tini Tüllmann (28. Januar um 19.30 Uhr im Stadttheater, Wiederholung am 4. Februar um 20 Uhr im Olympia-Filmtheater).

Dieser spannende Psychothriller ist ein klassisches Beispiel für einen unabhängig von TV-Anstalten, großen Studios oder Filmförderung gedrehten Film. Als Investoren und Fördertöpfe nach dem Studium von Tüllmanns Drehbuch kalte Füße bekamen, setzte die Filmemacherin alles auf eine Karte: Mit ihren ganzen Ersparnissen, Crowdfunding und mit Hilfe begeisterter Sponsoren verwirklichte sie in nur 28 Tagen ihren Filmerstling im Tegernseer Tal. Crew und Schauspieler, darunter Stars wie Felix Schäfer, Jessica Schwarz und Robert Stadlober, machten „für‘n Appel und‘n Ei“ mit. Herausgekommen ist ein spannendes Meisterwerk mit unerwarteten Wendungen. Laut Festival-Initiator Tom Bohn ein Geheimtipp für einen der Preise.

Nach dem Eröffnungsfilm haben die Besucher die Wahl zu „Let‘s talk“ im Stadttheater oder zu „Let‘s dance“ im Wirtshaus am Spitalplatz bei heißen Rhythmen und Snacks. Für Pendler zwischen beiden Eventlocations ist der kurze Weg kreativ ausgeleuchtet.

Til Schweiger nonstop

Für Fans von Til Schweiger beginnt das erste Festivalwochenende am Samstag, 28. Januar, um 15 Uhr im Olympia-Filmtheater, wenn Teil 1 seiner Werkschau in Anwesenheit des Superstars mit sechs Filmen startet. Gleich danach um 16 Uhr wird Til Schweiger im Penzinger Cineplex eine Autogrammstunde geben und für den zweiten Teil seiner Werkschau hier am Sonntag (ab 10 Uhr) die Werbetrommel rühren. Die gesamte Werkschau mit „Keinohrhasen“ oder „Tschiller“ wird von Snowdance und KREISBOTE präsentiert.

Ein etwas anderes Klientel wird sich am Sonntag um 11 Uhr im Stadttheater zur Matinee einfinden. Gezeigt wird erstmals auf großer Leinwand die ungewöhnliche Dokumentation „Leni Riefenstahl – Ein Traum von Afrika“. Der Filmemacher Ray Müller hat großartige Bilder eingefangen von der besonderen Beziehung Riefenstahls zum afrikanischen Volk der Nuba. Ray Müller, der in Münsing am Starnberger See lebt, wird persönlich anwesend sein und sich den Fragen des Publikums stellen.

Eines der Highlights in der Festivalwoche ist am Donnerstag, 2. Februar, der Besuch von Schauspieler Götz Otto im Likka. Bekannt aus Filmen wie „James Bond – Der Morgen stirbt nie“, „Der Untergang“ oder „Iron Sky“ wird er von seinen Erfahrungen mit dem „Independent Film“ erzählen. Neben dem 1,98 Meter großen Mimen werden auch wieder bekannte Leinwand- und TV-Gesichter in Landsberg dabei sein. Festival-Direktor Heiner Lauterbach freut neben seinem Freund Til Schweiger besonders auf Axel Milberg. Diesmal nicht als Tatort-Kommissar Borowski, sondern als prominentes Mitglied der Jury.

Wer sonst noch nach Landsberg kommt und bei der „Horex Nacht der Filmemacher“ am Freitag, 3. Februar, dabei ist, will Initiator Tom Bohn noch nicht verraten. „Nachdem zu unseren letzten Festivals Stars wie Günter Lamprecht, Nora Tschirner, Hannes Jaenicke, Luise Befort, Anna-Marie Sturm, Beate Maes oder Kai Wiesinger nach Landsberg gekommen sind, werden wir auch heuer tolle Gäste mit großen Namen präsentieren!“ Die „Nacht der Filmemacher“ im Stadttheater, hier gilt Dresscode „gehoben“, soll ein großes und festliches Get-Together zwischen Stars, Filmemachern, Jury und Publikum werden. Laut Snowdance-Managing-Director Jürgen Farenholtz „machen wir hier die Nacht zum Tag mit Live-Band, DJs und vielen Überraschungen“.

Ein weiteres Programm-Highlight ist die Podiumsdiskussion am 4. Februar um 18 Uhr im Landsberger Stadttheater. Thema heuer: „Wie finanziert man Independent?“. Auch Hauptsponsor SKY ist wieder mit an Bord mit dem Serienhit „Westword“ am 4. Februar im Stadttheater mit anschließender Motto-Party. Und am Sonntag vor der abschließenden Preisverleihung zeigt SKY eine Folge der neuen Staffel von „Fortitude“.

Über das gesamte Programm und die Spielorte des Snowdance Independent Filmfestivals informieren ausführlich die Websitewww.snowdance.net oder tagesaktuell die App „Snowdance Festival“ für IOS- und Android-Handys.

Dieter Roettig

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