Mehr Leben im Ort

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Der Gasthof Hirsch hat mittlerweile geschlossen – Um wieder Leben in den Ort zu bringen, will die Gemeinde jetzt ein großes Büger- und Vereinsheim mit Gaststätte bauen.

Denklingen – Um eine vernünftige Gaststätte im geplanten Bürger- und Vereinszentrum zu verwirklichen, holt sich die Gemeinde Denklingen professionelle Beratung. Außerdem wird für das Großprojekt „Bürger- und Vereinsheim“ ein Architektenwettbewerb stattfinden.

Mit dem Gasthaus Hirsch hatte die letzte große, zentrale Dorfwirtschaft in Denklingen vor Kurzem geschlossen – weshalb das neu geplante Bürgerheim nicht nur ein Vereins- zentrum und eine Veranstaltungshalle umfassen soll, sondern auch eine Gaststätte – und zwar eine, in der zum Beispiel auch größere Familienfeiern etc. begangen werden können. Die Gaststättenplanung soll aber auch Hand und Fuß haben. 

Deshalb soll die „HOGA“ Hotel- und Gaststätten-Beratungsgesellschaft mbH aus München beauftragt werden, die Gemeinde Denklingen zu beraten. Dies entschied der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen. „Die Gemeinde wird die Gaststätte nicht selbst betreiben“, hielt Bürgermeister Michael Kießling fest. Doch es sei wichtig, dass der künftige Pächter sie sinnvoll nutzen und davon leben könne, betonte der Gemeindechef. 

Durch die beauftragten betriebswirtschaftlichen und betriebstechnischen Beratungsleistungen will sich die Gemeinde fachlich fundierte Informationen einholen. Dazu soll erst einmal ein Nutzerbedarfsprogramms erstellt werden. Wie die Gaststätte ausgestattet sein müsste, wie viele Plätze nötig seien etc.: Es sei wichtig, all diese Fragen zu klären, und eine Fachexpertise sei hier sinnvoll, führte der Bürgermeister aus. Als Bauherr will die Gemeinde ihrem zukünftigen Pächter eine „professionelle Infrastruktur“ zur Verfügung stellen. Ziel ist es, dass der Wirt zum einen ein entsprechendes Einkommen erzielen, und zum anderen auch qualitativ hochwertige Getränke und Speisen anbieten könne. 

Um dies erreichen zu können, soll ein professioneller Berater die Dimension der Gaststätte, der Küche und der Lagerräume ermitteln, die Wirtschaftlichkeit prüfen und schließlich in der Planung die betriebstechnischen Abläufe einer modernen Gastronomie berücksichtigen. Eine weitere Herausforderung wird auf die Gemeinde dann zukommen, wenn es darum geht, einen geeigneten Wirt zu finden: Auch hier soll die HOGA dann Unterstützung leisten. „Es ist wichtig, das zu machen – jemand vom Fach muss da unbedingt drüberschauen“, warb Regina Wölfl für die Vergabe der Beraterleistungen. 

„Auch bei der Pächtersuche ist es sehr wichtig, dass wir begleitet werden“, hob Wölfl hervor. Johannes Schelkle gab zu bedenken, dass vieles womöglich sehr theoretisch sei und in der Praxis dann ganz anders aussehe. Der Gemeinderat einigte sich mit zwei Gegenstimmen darauf, die Beratungsleistungen zu beauftragen – allerdings nicht gleich komplett, sondern jeweils stufenweise.

Manuela Schmid

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