"Kein kleiner Haushalt"

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Rund 1,75 Millionen Euro steckt Rott in diesem Jahr in die Sanierung der Schule.

Rott – Einen schuldenfreien Haushalt will der Freistaat bis zum Jahr 2030 schaffen. Wie es geht, ohne Schulden einen Etat aufzustellen, beweist die kleine Gemeinde Rott in ihrem aktuellen Haushalt und das trotz der anstehenden millionenschweren Schul- und Klärwerkssanierung.

Sollten dafür aber die Fördergelder nicht rechtzeitig fließen, könnte eine Kreditaufnahme notwendig werden. Im Etatplan 2013 sind dafür 400000 Euro vorgesehen. 

Das Haushaltsvolumen ist in diesem Jahr durch die beiden Großprojekte, für die zusammen 2,75 Millionen Euro eingestellt sind, deutlich angestie­- gen. „Das ist kein kleiner Haushalt mehr“, meinte Bürgermeister Quirin Krötz bei der Vor­- stellung des 21-seitigen Zahlenwerks. Der Anstieg macht sich ausschließlich beim Vermögenshaushalt bemerkbar, der sich gegenüber 2012 auf 4,01 Millionen Euro verdoppelte. 

Der Verwaltungshaushalt hingegen blieb mit 2,36 Millionen Euro (2,35 Mio. Euro) nahezu unverändert. Die Wünsche im Vorfeld, etwa die Sanierung der Ortsstraßen oder der Gehwegbau entlang der Staatsstraßen, für die zusammen 250000 Euro veranschlagt sind, konnten dabei weitestgehend berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind 100000 Euro für den Krippenausbau vorgesehen. 

Weitere größere Kostenposten ist die Schulverbandsumlage, die mit 110000 Euro leicht angestiegen ist, und die Kreisumlage, die sich um gut 70000 Euro auf 471000 Euro reduziert hat. Für die Löhne im Kindergarten, dessen Personal von sechs auf sieben aufgestockt wurde, setzt die Gemeinde in diesem Jahr 138000 Euro an. Der Bauhof mit seinen drei Mitarbeitern schlägt mit 107000 Euro zu Buche. 

Auf der Einnahmenseite rechnet die Gemeinde mit konstanten Zuflüssen aus der Grund- und Gewerbesteuer, bei denen die Hebesätze auch unverändert blieben: zusammen rund 300.000 Euro. Beim Anteil der Einkommenssteuer geht Krötz von einer leichten Reduzierung auf jetzt 550000 Euro aus. Deutlich mehr gibt es für Rott aus der Schlüsselzuweisung, die von 190000 auf über 308000 Euro ansteigt.

„Ich habe da viel Herzblut hineingesteckt und alles ehrlich gerechnet“, beteuerte Krötz abschließend zur Haushaltsaufstellung. Gleichzeitig sprach er ein Lob aus: „Ich bin stolz wie in Rott gewirtschaftet wird.“

Roland Halmel

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