Präsentation des Organisationsgutachtens

Höchste Zeit für Ergebnisse

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Wann die Ergebnisse der Prüfung des "Organisationsgutachtens" öffentlich werden ist derzeit noch unklar. Jetzt versuchen die Grünen im Stadtrat, das Ergebnis des Gutachtens auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu bekommen. 

Landsberg – Kaum ein Thema wird derzeit in der Stadtverwaltung wohl so heiß diskutiert wie das „Organisationsgutachten“, in dem angesichts seit Jahren steigender Kosten festgestellt werden sollte, wie es um die Personalausstattung und -struktur der Stadt steht. Nach Informationen des KREISBOTEN liegt das Ergebnis inzwischen vor, die Empfehlungen der Prüfer werden teilweise auch schon umgesetzt – was offenbar für viel Ärger sorgt.

„Katastrophal“ sei die Stimmung in der Verwaltung, bestätigt ein führender Angestellter auf Nachfrage des KREISBOTEN. „Unter aller Kanone, so schlecht wie überhaupt noch nie“, nennen sie zwei andere. Über den Grund für den Unmut kann nur gemutmaßt werden, da sich die Verwaltungsspitze bisher über das Ergebnis der Untersuchung in Schweigen hüllt. 

Dem Vernehmen nach sehen die Gutachter des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes, die sich seit dem vergangenen Sommer intensiv mit der Gesamtlage in der Verwaltung und der der anderen Angestellten beschäftigen, einen „Überhang“ von 20 Stellen – oder mehr. Vor allem beschäftige die Stadt zu viele Abteilungsleiter. 

Intern hat man auf den Prüfbericht offenbar schon reagiert, eine grundlegende Umorganisation ist teilweise eingeleitet, teilweise angekündigt. Dabei solle die Zahl der Abteilungsleiter reduziert werden, im gleichen Zug würden vor allem Teile des Bauamtes an anderer Stelle in der Verwaltung eingegliedert. 

Ein bisher leitender Angestellter, der bei den internen Besprechungen anwesend war, bestätigt das indirekt: „Jeder kann sich vorstellen, wie die Stimmung bei den Betroffenen ist, wenn man sie nach Jahren sozusagen ins zweite Glied zurückversetzt.“ 

Wann die Ergebnisse der Prüfung öffentlich werden, ist derzeit noch nicht klar. Ursprünglich war dafür März angesetzt, im Herbst vergangenen Jahres deutete OB Mathias Neuner aber bereits an, es könne „auch April, oder notfalls auch Anfang Mai werden“. Nachdem man sich inzwischen im Juni bewegt, versuchen die Grünen im Stadtrat, das Ergebnis des Gutachtens jetzt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu bekommen. Es solle „vorrangig“ am heutigen Mittwoch behandelt werden, fordert Jost Handtrack in einem Antrag seiner Fraktion. Es werde „höchste Zeit“, dass „Ergebnisse dem Auftraggeber, nämlich dem Stadtrat, vorgestellt werden“. 

Wie groß die Chance ist, dass die Stadträte am Mittwoch die Ergebnisse tatsächlich erfahren, ist offen. Handtracks Antrag wurde in der „Nachtrags-Tagesordnung“ ordnungsgemäß an 20. Stelle einsortiert. Ob man bis dahin überhaupt kommt, ist angesichts der Fülle der Themen, die zuvor anstehen, zumindest fraglich.

Christoph Kruse

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