Bald zweitstärkste Kraft?

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Die Landsberger Grünen rüsten mit neuem Kreisvorstand für die Kommunalwahl 2014 (von links): Jens Bommel, Traudl Lüßmann, Detlef Däke und Christine Reineking.

Landsberg – Das Vorstandsteam ist am Freitag im „Nonnenbräu“ neu gewählt wor­den, jetzt rüstet Bündnis 90/ Die Grünen für die Kommunalwahl im März kommenden Jahres.

Das von Landratskandidatin Renate Standfest aus Utting formulierte Ziel: zweitstärkste Kraft im neuen Kreistag werden und mit starken Fraktionen in den Stadt- und Ge­meinderäten eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Landkreises spielen.

Mit großer Mehrheit bestätigten die Wahlberechtigten auf der Kreisversammlung Christine Reineking aus Stoffen (26 Stimmen) und Detlef Däke aus Utting (24) als Vorstandssprecher und sprachen Traudl Lüßmann aus Landsberg einstimmig ihr Vertrauen als Beisitzerin und Kassenwart aus. Neue in den Kreisvorstand gewählt wurde Jens Bommel aus Kaufering, der sich mit 19 von 26 Stimmen gegen Horst Kü̈rschner aus Geltendorf durchsetzen konnte.

Vor den Neuwahlen beleuchtete Detlef Däke im Rechenschaftsbericht des Vorstands die Schwerpunkte der letzten beiden Jahre. Er sprach dabei von einer „erfreulichen Entwicklung der Mitgliedszahlen“, die, entgegen dem Trend bei vielen anderen Parteien, stetig wachse. Aktuell zähle der Kreisverband Landsberg mehr als 100 Mitglieder. Diese neuen Mitglieder zur aktiven Mitarbeit zu motivieren solle nun die Präsenz der Grünen in der Fläche des Landkreises erhöhen.

Ohnehin sei in den vergangenen zwei Jahren die Zusammenarbeit der Ortsverbände intensiviert worden, was sich in einem „engagierten, gut abgestimmten Wahlkampf“ zur Landtags- und Bundestagswahl gezeigt habe. Mit Blick auf die Kommunalwahlen im März kündigte Däke an, dass „KandidatInnen aus vielen Orten des Landkreises und mit einem breiten Kompetenzspektrum die Bandbreite der Landsberger Grünen auf der Kreistagsliste repräsentieren werden“.

Gute Noten vom Vorstandssprecher gab es für die aktive Arbeit an Themen mit regionaler Bedeutung. Der Arbeitskreis „Energie“ etwa habe zuletzt ein Positionspapier zur Energiewende formuliert, dessen Inhalt auch in das Klimaschutzkonzept des Landkreises eingeflossen sei. Und die Umsetzung dieses Papiers werde die „Herausforderung für die Landkreispolitik der nächsten Jahre“ sein.

Auch die Landratskandidatin der Grünen, Renate Standfest, beschrieb das Projekt „Energiewende“ als Schlü̈sselthema fü̈r den Landkreis, wie allein die aktuelle Diskussion um das Windkraftprojekt Denklingen/Fuchs­tal zeige. Däke und Standfest waren sich einig, dass es gelingen mü̈sse, die ehrgeizigen Ziele beim Klimaschutz umzusetzen, und die Sorgen der Bürger der beteiligten Gemeinden dabei ernst zu nehmen. „Nur gemeinsam mit den örtlichen Bü̈rgermeistern und der Bevölkerung lassen sich Lösungen mit einer breiten Akzeptanz gestalten.“

Die Herausforderungen des Siedlungsdrucks im Ballungsraum Mü̈nchen mit dem damit verbundenen Flächenverbrauch und den steigenden Preisen für Wohnraum in Stadt und Landkreis Landsberg sowie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs – auch innerhalb des Landkreises, werden letztlich weitere Handlungsfelder der Landsberger Grünen in den nächsten Jahren darstellen.

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