Nach zehn Jahren Kampf

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Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch, Landrat Thomas Eichinger und Kreisbaumeister Christian Kusch (von links) auf dem Gelände des geplanten Bootshauses für das Ammersee-Gymnasium in St. Alban.

Dießen – Wenn die Ruderteams der Elite-Universitäten Cambridge und Oxford auf der Londoner Themse um Ruhm und Ehre kämpfen, sitzen ein paar Dutzend Schülerinnen und Schüler des Ammersee-Gymnasiums in Dießen gebannt vor dem Fernseher und fiebern mit. Ist doch der Rudersport ihre große Leidenschaft, die von ihrer Schule gefördert und unterstützt wird. Bislang mit viel Improvisation, was sich aber bald ändert. Denn jetzt wird es endlich ernst mit dem seit zehn Jahren geforderten Bootshaus und Steg für das Gymnasium. Dann können die Boote optimal gelagert und geradeaus über den Steg ins Wasser gelassen werden. Schulleiter Klaus Rechenberger verspricht sich damit eines vermehrten Zulaufs für seine Rudersportgruppe.

Rudern sei der Kraftausdauersport par excellence, da hier fast alle Muskeln gleichzeitig trainiert werden. Aber nicht nur den physischen Aspekt sieht das Ammersee-Gymnasium. Die für die Schüler so wichtigen Sekundärtugenden werden hier gefördert wie Teamgeist, Durchhaltevermögen, Anstrengungsbereitschaft etc. Nicht umsonst hat der Rudersport in den angelsächsischen Ländern eine große Tradition in akademischen Kreisen, siehe unsere Einleitung. 

Nach zehn Jahren Bemühungen um Bootshaus und Steg gab jetzt der Kreisausschuss grünes Licht für den Bau. Bei einer Ortsbegehung in St. Alban stellten Kreisbaumeister Christian Kusch, Landrat Thomas Eichinger und Dießens Bür- germeister Herbert Kirsch den Kreisräten und der Schulleitung das finale Konzept vor. Vorausgegangen waren Verhandlungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. 

Heraus kam eine Position, die sich am Ende des bestehenden Grüngürtels am Ufer befindet und der bereits freizeitlich genutzt wird. Der Standort des neuen Bootshauses wird nördlich des Seerestaurants sein, das hier unverändert weiter betrieben wird. Der sich der Gaststätte anschließende Campingplatz muss allerdings weiter nach Norden weichen. Zum Jahresende 2015 wurde deshalb dem Campingplatzbetreiber gekündigt, damit der Platz für den Bootshaus-Bau geräumt ist. Das Bootshaus wird mit Toiletten, Duschen und einem Hauswirtschaftsraum ausgestattet. 

Von hier aus können dann ohne Umwege und Schwenkmanöver die langen Ruderboo-te geradeaus zum neuen 45 Meter langen Schwimmsteg getragen und ins Wasser gelassen werden. Der neue Steg wird etwa 20 Meter nördlich vom bestehenden Steg des Landsberger Segelclubs gebaut. Zwischen Seerestaurant und Bootshaus werden Parkplätze entstehen. Weitere Parkmöglichkeiten sind straßenseitig entlang Seerestaurant und Bootshaus geplant. Kreisbaumeister Kusch geht davon aus, dass der Kostenrahmen für das Gesamtprojekt Boothaus & Steg 350.000 Euro nicht übersteigen wird.

Dieter Roettig

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