Gemeinderat gibt grünes Licht 

Endlich: Neuer Kiosk für die Dießener Seeanlagen

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Ab 2019 wird dieses neue „Schmuckstück“ die Besucher der Dießener Seepromenade anlocken.

Dießen – Gut Ding will Weile haben. Seit 2015 versorgt ein provisorisch zusammengeschusterter Kiosk die Besucher in den Dießener Seeanlagen mit Getränken, Eis und kleinen Brotzeiten. Das Ende dieser Container-Lösung naht, denn der Marktgemeinderat hat jetzt endgültig grünes Licht für einen zeitgemäßen Neubau gegeben. Ab dem Ende der Sommerferien wird gebaut, so dass zum Start der Saison 2019 der wohl attraktivste Kiosk im Fünfseenland eröffnet wird. Wahrscheinlich wieder mit der seit Jahren bewährten Pächterin Christine Gottschalk.

Nur noch diese Saison steht der provisorische Kiosk in den Dießener Seeanlagen.

Im Herbst 2014 musste die Feuerwehr in die Seeanlagen ausrücken, weil der Müllcontainer neben dem Kiosk in Brand geraten war. Das Feuer zerstörte den gesamten Bau, der dann als Übergangslösung durch einen Imbiss- und Lagercontainer ersetzt wurde. Der geplante Neubau stieß bei den Dießenern auf breite Ablehnung. Nach einem Bürgerentscheid führte die Marktgemeinde einen Architektenwettbewerb durch, wobei nicht der Sieger, sondern der Zweitplatzierte jetzt mit der Planung und Erstellung des Bauantrages beauftragt wurde. Torsten Kiefer (46), Dipl.-Ingenieur aus Radolfzell am Bodensee, wird also vorübergehend seine Zelte am Ammersee aufschlagen und den Neubau überwachen, den der Marktgemeinderat überschwänglich gelobt hatte: „Ein ausgewogenes Konzept, das Funktionalität mit künstlerisch anspruchsvoller Architektur verbindet.“ 

Die Optik des etwas Richtung Bahndamm zurückgesetzten schmalen Längsbaus kopiert in keinster Weise den benachbarten unter Denkmalschutz stehenden ADK-Pavillon und die Fischerhütten, sondern harmoniert durch seine in sich gedrehte Dachfläche auf außergewöhnliche Weise. Der Bau erhält eine hochwertige und robuste Außenfassade aus Holz und Corten-Stahl, auf den die Bäume der Umgebung als „Hingucker“ appliziert sind. 

Pluspunkte sammelte Architekt Kiefer mit der Sitzbank neben der Verkaufsöffnung und mit den Klappen, die zugleich Verkaufsständer für Ansichtskarten oder Souvenirs sind. Selbst die Tische, Stühle und Bänke der Außenflächen an der Südseite werden im Stil angepasst. Die Gesamtfläche des neuen Kiosks beträgt knapp 87 Quadratmeter. Darin enthalten sind ein öffentliches und barrierefrei zugängliches WC, eine Personaltoilette und ein Raum für den Müllcontainer. Der kommt also hinter „Schloss und Riegel“, damit nicht wieder gezündelt werden kann wie 2014. Die Gesamtkosten der Kioskanlage werden sich auf rund 330.000 Euro belaufen, wobei man mit einem Zuschuss von 100.000 Euro rechnet.

Dieter Roettig

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