Grünes Licht für die Spange

Grünes Licht für die Spange Süd-Ost: Der Marktgemeinderat hat mit 18:3 Stimmen einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach der Bau der Ortsumgehung im Süden von Kaufering grundsätzlich befürwortet wird. Die GAL-Fraktion hält das Vorgehen für übereilt, es sei noch gar nicht abzusehen, ob die Spange die gewünschte Entlastung bringe, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Triebel.

Vorgesehen ist, die Trasse am geplanten Kreisverkehr im Süden Kauferings um das Biomasse-Heizkraftwerk herum in Richtung Osten zu führen, wo sie dann in den Viehweideweg münden soll. Bürgermeister Dr. Klaus Bühler erhofft sich von der Süd-Ost-Spange eine wesentliche Entlastung des innerörtlichen Verkehrs. Vor allem Verkehr, der von der B17alt aus Richtung Süden oder aus Westen kommt und in den Bereich Sportzentrum, Realschule, Kaufering-Dorf oder in den Osten möchte, könnte so aus dem Ort herausgehalten werden. Die Straße werde auf jeden Fall gebraucht, sagte Bühler und bekräftigte nochmals: „Die Spange ist unabdingbar.“ Diese Meinung konnte die GAL-Fraktion nicht teilen. Wenn auch nicht grundsätzlich dagegen, so würde Alex Glaser lieber noch die Ergebnisse des Gesamtverkehrsplanes sowie die Haushaltsbefragung zum Verkehr im Oktober abwarten. Wozu braucht man eine Befragung, wenn man schon jetzt zu bauen beginnt, fragte sich auch Hans-Jörg Pilz (GAL). „Das ist ein Schildbürgerstreich.“ Pilz warnte davor, „die Süd-Ost-Spange als Allheilmittel zu sehen.“ Lässt man das Straßennetz so wie es ist, dann zeigen die Zahlen für das Jahr 2025 weniger Verkehr als mit einer Süd-Ost-Spange, so Pilz’ Einschätzung. Die geplante Bürgerbefragung beziehe sich nur auf das bestehende Verkehrsnetz und ihre Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), stellte Bühler klar. Die künftigen Maßnahmen seien hier außen vor. Auch Gabriele Triebel (GAL) warnte davor, vorschnell zu handeln. „Wir sollten schauen, dass wir zuerst den Kreisverkehr im Norden bauen, wie es in der gevas-Studie empfohlen ist.“ Das Thema Süd-Ost-Spange wolle sie – wie viele andere Themen auch – zunächst „ergebnisoffen“ lassen. „Im Moment kann ich nicht sehen, ob wir die Süd-Ost-Spange brauchen oder nicht.“ Keine Erweiterung Mit der vorgesehenen Straßenführung um das Heizkraftwerk herum konnte sich hingegen Rosina Heinle (CSU) nicht anfreunden. „Ich weiß’ nicht warum, aber es gefällt mir so einfach nicht.“ Außerdem nehme man so dem Heizkraftwerk jegliche Erweiterungsmöglichkeit. Ihr würde eine direkte Anbindung an die B17alt etwas weiter südlicher mehr zusagen. „Eine Erweiterung des Heizkraftwerkes steht in den nächsten Jahren nicht zur Debatte. Der Platz war vorgesehen als Lagerplatz für Holz. Da die Hackschnitzel jetzt aber gehäckselt angeliefert werden, wird der Platz nicht mehr benötigt“, erklärte Bühler. Eine südlichere Zufahrt zur Spange käme schon aus dem Grund nicht in Frage, weil die Spange an den geplanten Kreisverkehr an der Viktor-Frankl-Straße angebunden werden soll. Mit dem : des Marktgemeinderates kann die Verwaltung nun die Grundstücks­ver­handlungen voran getrieben werden.

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