Klasse Freibad-Saison

Spitzensommer für Wasserratten

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Auch nächste Saison wird das Warmbad Greifenberg wieder öffnen – und auch wieder Rohre reparieren müssen.

Landkreis – Am Dienstag war es wieder so weit: Die Warmfreibäder des Landkreises in Kaufering, Greifenberg und Thaining sowie das Inselbad schlossen ihre Pforten bis zur nächsten Saison. Die Bilanz ist einheitlich gut: Trotz verregneter Pfingstferien war es ein Spitzensommer. Was geplante Neubauten oder nötige Ausbesserungen angeht, bleibt vorerst alles beim Alten.

Jürgen Aicher, Schwimmmeister im Inselbad, blickt auf eine hervorragende Badesaison zurück: „Wir hatten dieses Jahr gut über 100000 Besucher.“ Gut ein Drittel mehr Schwimmgäste als im Jahr zuvor hüpften ins Wasser. „Hätte es an Pfingsten nicht geregnet, hätten wir fantastische Zahlen“, aber das gute Wetter im Juli und August habe den Regen ausgeglichen.

Allerdings sei die ganz große Hitze schon wieder abträglich für das Bad gewesen: „Als es sehr heiß war, sind viele zu den Seen und in den Lech abgewandert – der hatte ja 24 Grad.“ ´

Dieses Jahr habe es besonders viele Touristen ins Inselbad gezogen, sagt der kaufmännische Vorstand der Stadtwerke Landsberg Christof Lange. „Ein Badegast kam sogar aus Brasilien und hat seine Tochter in den Schwimmkurs hier geschickt. Und wir hatten Gäste aus China.“ Von vielen Besuchern sei das Bad für seine Sauberkeit und für die Freundlichkeit der Angestellten gelobt worden. Schwimmmeister Aicher berichtet, dass auch viele Urlaub in der eigenen Region gemacht hätten: „Einer ist regelmäßig aus Ottobrunn zum Schwimmen nach Landsberg gekommen.“

Für die Warmfreibäder Kaufering, Greifenberg und Thaining gibt es ebenfalls gute Besucherzahlen zu vermelden: Leiter der Landkreisbäder Thomas Zeck berichtet, dass in der Sommersaison in Kaufering über 100000 Besucher gezählt wurden, eine Steigerung zum Vorjahr um 20 Prozent. In den Bädern in Greifenberg und Thaining seien jeweils ungefähr 35000 Badegäste gekommen, auch ein Drittel mehr als letztes Jahr. „Aber man muss bedenken, dass 2014 wirklich ein ganz schlechter Sommer war“, gibt Zeck zu.

Reparaturen stehen an

Jetzt kommt wieder die Zeit der Reparaturen und des Saubermachens: Die Becken müssen geleert und geputzt, die Pumpen gewartet und kleine Schäden behoben werden. Christof Lange spricht beim Inselbad nur von Schönheitsreparaturen, „zum Beispiel das 1-Meter-Brett oder das Sonnensegel am Kleinkinderbecken. Nächstes Jahr gibt’s noch kein neues Bad.“ Man könne aber die eine oder andere größere Reparatur noch etwas hinausschieben, bis entschieden sei, wie das Inselbad insgesamt umgebaut werde, und ob das eventuell übernächstes Jahr schon möglich sei.

Drei Wochen zu

Das Lechtalbad Kaufering schließt bis zum 2. Oktober ganz: „So lange brauchen wir erfahrungsgemäß für die Instandsetzung nach der Freibadsaison“, sagt Bäderleiter Thomas Zeck.

Gleichzeitig mit der Schließung wird der Bau des neuen Kinderplanschbeckens begonnen. Die Arbeiten sollen ungefähr zwei bis drei Monate dauern, aber „danach wird es viel farbenfroher und es bietet auch einen Haufen Attraktionen mehr für die Kinder“, betont Zeck. Diese Baustelle werde abgesperrt, sodass der normale Hallenbadbetrieb davon nicht beeinflusst werde.

In Thaining und Greifenberg werden nur die normalen Sanierungsarbeiten ausgeführt – „auch wenn die Rohre in Greifenberg so alt sind, dass sie auch weiterhin ein Problem sein werden“, gibt Zeck zu bedenken.

Dennoch wird Greifenberg in der nächsten Saison wieder ganz normal öffnen, sagt auch Pressesprecher des Landratsamtes Wolfgang Müller: „Es gibt für die Renovierung der Rohre noch keine Beschlüsse, das ist alles noch in der Planung.“ Im kommenden Jahr sei aber bisher noch keine Ausbesserung aller Rohre geplant. Für eventuelle Schäden „wird aber wieder ungefähr eine Obergrenze von 20000 Euro gelten, vielleicht auch ein bisschen mehr“, sagt Müller. Was passiert, wenn es teurer wird, ist nicht geklärt.

Susanne Greiner

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