Landsberger Schwimmbad überlegt Zusatznutzungen mit Bürgerbeteiligung

Wie sieht das neue Inselbad aus?

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Das Landsberger Inselbad könnte mit der Sanierung, die nächstes Jahr beginnt, ein ganz neues Gesicht bekommen.
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Bis zum 10. September können Bürger im Inselbad die vier Entwürfe bewerten.
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Norbert Köhler (links, Technischer Vorstand Stadtwerke) und Oberbürgermeister Mathias Neuner (rechts) stellten die vier Entwürfe im Inselbad vor.
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So könnte der Wellnesstempel im Landsberger Inselbad aussehen, wenn Entwurf 2 umgesetzt wird.
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So könnte der Wellnesstempel im Landsberger Inselbad aussehen, wenn Entwurf 2 umgesetzt wird.
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Geht es nach Entwurf 3, soll eine Sauna im Ober- und Dachgeschoss des Inselbad-Hauptgebäudes entstehen.

Landsberg – Große Werbetafeln in Stadtwerke-Magenta stehen neuerdings im Inselbad. Dort sind die Badegäste aufgerufen, bis zum Ende der Sommerferien vier Entwürfe für „ein neues Gesicht des Inselbades“ zu bewerten. Eine Grundsanierung ab Herbst 2018 kommt demnach ebenso infrage wie eine Saunaerweiterung oder ein Spaßbad mit Wildwasserkanal.

„Das Inselbad ist inzwischen in die Jahre gekommen“, betont OB Mathias Neuner (CSU). Das beweist auch eine der neu aufgestellten Infotafeln, die mehrere abbröckelnde Beckenfliesen zeigt. „Deshalb muss etwas passieren“ steht dort mit dem Verweis auf bereits stattfindende „kostenintensive Sanierungen“. Das seien aber immer nur „Notmaßnahmen“, meint Neuner – „keine Dauerlösung.“ Da eine grundlegende Sanierung ab September kommenden Jahres ohnehin ins Haus stehe, wolle man auch Optionen für eine Zusatznutzung prüfen.

Gemeinsam mit den Stadtwerken will der Oberbürgermeister auch die Bürger und insbesondere die Inselbadnutzer ins Boot holen. Schließlich sei das Bad eine echte „Herzensangelegenheit“. Zur Auswahl stehen insgesamt vier Entwürfe, die entweder bequem online ­­(­www.­i­­nselbad-umfrage.de) oder auf Papier im Inselbad zur Bewertung stehen. Bis Sonntag, 10. September, können Interessierte ihre Meinung kundtun.

Wer mit dem heutigen Inselbad rundum glücklich ist, der dürfte sich wohl Entwurf 4 anschließen: Als „Familien- und Sportbad“ deklariert, ist mit diesem Entwurf schlichtweg eine umfangreiche Grundsanierung für etwa vier bis fünf Millionen Euro gemeint. Wichtig: Der Charakter des Bades bleibt auf diese Weise erhalten, auch bei den Becken alles wie gehabt. Änderungen gibt‘s vor allem beim Kiosk: Eis und kühle Getränke können die Gäste dann im Erdgeschoss kaufen, das Obergeschoss steht dann unter anderem für Veranstaltungen zur Verfügung.

Kinderaugen zum Leuchten bringt voraussichtlich „Das Spaßbad“ (Entwurf 1). Der Wasserspielgarten soll damit erweitert werden, ein eigener Wildwasserkanal und eine Schwimmhalle neu entstehen. Umbauten stehen auch für Umkleideräume und Kiosk an. Darüber, im zweiten Obergeschoss, ist noch eine „Sauna-Lounge“ geplant. Nicht nur der Kostenaufwand wäre für diesen Plan erheblich – „auch die Liegewiese wird mit sämtlichen Erweiterungsbauten geschmälert“, sagt Norbert Köhler, technischer Vorstand der Stadtwerke Landsberg. Ferner rechnen die Stadtwerke beim Spaßbad mit erhöhtem Lärmpegel.

Eine neue Zielgruppe wollen die Stadtwerke mit Entwurf 2 erschließen. Sollte das neue Inselbad zum „Wellness-Bad“ werden, sähe der Entwurf einen neuen „Wellnesstempel“ vor – entweder an der Nord- oder Südgrenze des Bades. Dieser wäre dann über einen separaten Eingang auch im Winter zugänglich. Der gewonnenen Attraktivität stehen allerdings hohe Kosten und – wegen des Tempel-Baus – eine gewaltige Reduzierung der Liegewiese gegenüber. Schwimmmeister ­Jürgen Aicher gibt allerdings zu bedenken, die Wiese sei insgesamt „keine zehn Mal im Jahr“ voll. Wäre ein Teil der Fläche deshalb womöglich verzichtbar?

Eine Mischform, die eine Sauna­nutzung ermöglicht aber die Liegefläche auf der Wiese erhält, wäre Entwurf 3. Dem Kiosk stünde auch hier der Umzug ins Erdgeschoss bevor. Im Ober- und Dachgeschoss wäre Platz für ein ganzjährig geöffnetes Sauna-Paradies mit Blick aufs Lechwehr. Zusätzlich zur „Stadtsauna“, wie Oberbürgermeister Neuner sagt, sind Ruheräume vorgesehen.

Auch letztere Variante wäre mit hohen Kosten verbunden. Wie hoch genau, das werde im Anschluss an die Umfrage mit Bürgerbeteiligung ermittelt. Vorrangig gehe es zunächst darum, die Leute zu befragen, „welches Bad sie letztendlich wollen“, blickt Neuner voraus. „Hinter den Gewinner-Entwurf hängen wir aber auf jeden Fall ein Preisschild.“

Marco Tobisch

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