Spatenstich für Wohnungsbau-Projekt

Günstig wohnen in Windach

Symbolischer Spatenstich für den Mietwohnungskomplex in Windach
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Symbolischer Spatenstich für den Mietwohnungskomplex in Windach: Vorstand Florian Zarbo, Bürgermeister Richard Michl und Architekt Cedric Ehlers (von links).
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Windach – In Zeiten von Dauerdiskussionen über steigende Mietpreise und Wohnungsknappheit verfolgt Windach eine zukunftsfähige Strategie. Da auch hier das Angebot an günstigen Wohnungen recht überschaubar ist, hat man das gemeindliche Kommunalunternehmen mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum betraut.

Im Baugebiet zwischen der Autobahn A96 und der Schützenstraße entsteht am neu ausgewiesenen Merowingerweg 19 und 21 ein Mehrfamilienhaus mit 15 Einheiten für Mieter mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Zum symbolischen Spatenstich hatte Florian Zarbo eingeladen, der Vorstand des Kommunalunternehmens „Gemeindewerke Windach“. Er konnte erfreut mitteilen, dass das rund fünf Millionen Euro teure Projekt im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungsprogrammes der Bayerischen Staatsregierung mit 30 Prozent bezuschusst wird. Das gilt auch für das bereits vor längerer Zeit gekaufte 4.000 Quadratmeter große Grundstück.

Barrierefrei

Wie Architekt Cedric Ehlers aus Schondorf erläuterte, gliedert sich das Windacher Bauvorhaben in zwei zueinander versetzte Gebäude mit Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und einem Dachgeschoss. Die Erschließung erfolgt über einen zwischen beiden Baukörpern gelagerten Treppenhausbereich samt einem Aufzugsschacht aus Stahlbeton, sodass alle drei Geschosse barrierefrei erreicht werden können.

Die nach Süden ausgerichteten Balkone werden als Teilloggien in den Gebäudenischen gestaltet. Das Gebäude wird in Holzständerbauweise mit Massivholzdecken erstellt. Die Heizung erfolgt mit hochmodernen Luftwärmepumpen.

Auf den Dächern sind Photovoltaikanlagen geplant und bei den Parkplätzen E-Ladesäulen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit des Geländes können die Gebäude allerdings nicht unterkellert werden. Die Haustechnik wird indessen in dem Riegel zwischen den beiden Gebäudeteilen untergebracht. Der Komplex erhält attraktiv gestalteten Freiflächen mit privaten wie öffentlichen Bereichen und einen großen Kinderspielplatz, der für die gesamte Gemeinde zugänglich ist.

Die fünfzehn Einheiten untergliedern sich in verschieden große Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen. Für die Vermietung wird die Gemeinde in den nächsten Monaten einen Kriterienkatalog erarbeiten, in den laut Florian Zarbo unterschiedliche Faktoren einfließen werden wie Einkommen oder soziales Engagement. Den zu erwartenden Mietpreis könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht benennen. Ab der Fertigstellung des Rohbaus sind aber Bewerbungen direkt bei der Gemeinde möglich. Im ersten Quartal 2023 sollen die Wohnungen dann bezugsfertig sein.

Windachs Bürgermeister Richard Michl freute sich, dass man für die Gewerke viele Handwerksbetriebe aus der Region gewinnen konnte. Er dankte auch dem „alten“ Gemeinderat, der das Projekt auf den Weg gebracht hat.

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