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Gut besucht: die Ausbildungsmesse Landsberg 2022

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Von: Sabine Fleischer

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Ausbildunsgmesse Landsberg 2022 Zimmerer
Erklären ist Silber, Machen ist Gold: An vielen Ständen können die Jugendlichen den Beruf praktisch erleben und Berufswerkzeuge in die Hand nehmen. © Fleischer

Kaufering – Volle Hallen, gute Stimmung, viel Information. Die Ausbildungsmesse Landsberg hat am Donnerstag und Freitag zahlreiche junge Berufsanwärter und 128 Aussteller zusammengebracht. Die Jugendlichen konnten sich einfach und kompakt über die Vorteile von Handwerk, IHK-Berufen, soziale und freie Berufe, Studium und Weiterbildung informieren. An den Ständen war jede Menge geboten. Im Außenbereich präsentierten sich Blaulicht- und Jugendorganisationen.

Die Ausbildungsmesse war am Eröffungstag gut besucht, Jugendliche und am ersten Tag auch ihre Eltern schoben sich durch die Gänge der Hallen und durchs Zelt. „Für den Landkreis eine großangelegte Messe wie diese auf die Beine zu stellen ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen“, eröffnete Kreishandwerksmeister Markus Wasserle die Veranstaltung. Es hätten sich für Freitag 23 Schulen angekündigt, 2.500 Schüler seien angemeldet. Neben den 128 Ausstellern aus allen Bereichen der Wirtschaft und Bildung habe man auch Wert darauf gelegt, den 15 Jugendgruppierungen der verschiedenen Blaulichtorganisationen und Vereinen im Landkreis Präsentationsraum zu geben, gerade weil die Jugend in Coronazeiten gelitten habe.

Die besten Wünsche für eine gute Berufswahl richtete die stellvertretende Landrätin Margit Horner-Spindler im Namen von Landrat Thomas Eichinger den jungen Besuchern aus und lobte „die gute Qualität der Messe“. Als Sprecherinnen der Haupt­sponsoren Delo und AOK betonten Julia Meier (Delo) und Nathalie Buhmann (AOK), wie wichtig die Messe für die regionalen Arbeitgeber sei. „Ich kann Ihnen sagen, es bringt was“, so Meier. Viele der jungen Messebesucher wären bei ihnen Azubis geworden. Daher sei der Stand auf der Messe eine „wichtige Quelle“.

Dass die Messe Hilfe bei der Berufswahl leisten kann, bewiesen auch zwei junge Besucherinnen. Laura Rogg aus Kaufering und Isabell Maier aus Hagenheim hatten letztes Jahr hier ihre Berufs- und Studiumswahl getroffen. Rogg studiert Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement, Maier macht eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin. Die beiden informierten sich dieses Jahr nun über Weiterbildung und Jobmöglichkeiten.

Dass man hier gut Kontakte knüpfen, die „Meister zu fragen“ und den Beruf „anfassen“ kann – wie Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger es formulierte – , zeigte sich an vielen Ständen. Roboter waren aufgebaut, Kleinstlabore zeigten die Klebstoff-Chemie, Werkzeuge wurden getestet und Schmuckstücke ausgestellt. Es wurde um die Wette genagelt, frisiert, Metall verarbeitet oder auch gezeigt, wie Schuhe gemacht werden. Vertreten waren auch die sozialen Berufe: Arzthelferin, Pflegemanager und Betreuer im Handicap-Bereich sind stark umworben. Ein Publikumsmagnet war der Polizei-Stand in Kombination mit der Justizbehörde. Hier tummelten sich viele junge Interessenten und löcherten die Beamten mit Fragen.

Am Donnerstagabend mit dabei waren auch die Eltern. „Ganz klar sind wir mitgekommen, erstens, wie sollten die Kids ohne Chauffeur hierher kommen, und zweitens, ein bisschen Anleitung tut immer gut“, erklärte ein Vater aus dem südlichen Landkreis. Chancen und Arbeitsanforderungen nahezubringen, da helfe die Erfahrung, die man als Erwachsener gesammelt habe.

Für die Aufmerksamkeit der zukünftigen Azubis legten sich Innungen und Betriebe mit ihren Präsentationen ins Zeug: Slackline bei der Kaminkehrer-Innung, ein VW-Up als Azubi-Flitzer für junge Baumit-Azubis, eine Metzger-Gameworld und Mocktails von einer Hotel-Bar. Auch im Außenbereich war viel geboten: Wasserwacht-Rettungsboot, Deichbau, Bundeswehr-Helikopter, Hau den Lukas und Airmotion-Kran der Bauinnung für den „Überblick“ über die Messe. Trotz zum Teil strömenden Regens fanden sich viele Jugendliche bei den Blaulicht- und Freizeitorganisationen ein, fragten nach und probierten aus. Ganz nach dem Motto „Nimm dein Leben in die Hand“.

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