Gute Chancen dank guter Ausbildung

Einen stolzen Moment in ihrem Berufsleben haben 203 junge Leute am Freitagabend erlebt. Bei der Abschlussfeier in der Staatlichen Berufsschule Landsberg wurden sie von Kreishandwerksmeister Ernst Höss von ihren Ausbildungsverpflichtungen freigesprochen und damit förmlich zu Gesellinnen und Gesellen ernannt. „Wir haben die ersten Lebensmaschen abgelegt“, wie es der Moderator des Abends Dirk Rustemeyer originell formulierte.

Mit komödiantischem Talent führte Rustemeyer, frisch gebackener Kfz-Mechatroniker, gemeinsam mit Bankkauffrau Julia Menhart durch die Veranstaltung, die musikalisch vom Gitarren-, Blockflöten- und Akkordeontrio Schlink&Friends musikalisch umrahmt wurde. Schulleiter Oswald Kurr erlaubte sich nur einige wenige Worte an einen weiteren erfolgreichen Jahrgang, der unter seinen Fittichen die erste Etappe im Berufsleben bewältigt hat. In Erziehung und Ausbildung müsse es deutliche Leitlinien und Konsequenz geben, so Kurr. „Rückblickend werden Sie feststellen, dass Sie immer dann am weitesten gekommen sind, wenn Ihnen jemand deutlich gezeigt hat, so geht es, und so geht es nicht.“ Wer gut ausgebildet ist, der habe auch in Zukunft große Chancen, betonte Landrat Walter Eichner. Er ermunterte die Büro-, Bank- und Einzelhandelkaufleute, Mechatroniker, Elektroniker und Industriemechaniker, „die Ärmel aufzukrempeln und das Beste aus dem Leben zu machen“. Am Ziel festhalten Hubert Schöffmann, der stellvertretende Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, zog aus gegebenem Anlass einen Vergleich mit den Olympischen Spielen. „Sie haben drei Jahre lang trainiert, unterstützt von einem Trainerstab aus Eltern, Lebenspartnern, Ausbildern und Lehrern, und haben mit Motivation und Engagement an einem Ziel festgehalten“, lobte Schöffmann. Für die Sparkasse Landsberg-Dießen gratulierte das stellvertretende Vorstandsmitglied Thomas Schöpplein. Er ließ keinen Zweifel daran, dass man nach erfolgreich absolvierter Ausbildung zwar „durchschnaufen“ dürfe, es dann aber erst richtig los gehe. „Das Lernen hört nicht auf, nur werden Sie jetzt besser dafür bezahlt.“ Kreishandwerksmeister Höss dankte vor allem den Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement, vor allem da „die Ausbildung im Handwerk immer schwieriger und undankbarer wird." Elf der 203 Absolventen wurden für besonders gute Leistungen mit dem Staatspreis beziehungsweise als Klassenbeste ausgezeichnet. Einem unter ihnen gelang ein ganz besonderes Kunststück: Der Nutzfahrzeug-Mechatroniker Michael Häuserer aus Peiting (Landkreis Weilheim-Schongau), Azubi bei Mercedes Resch schaffte seinen Berufsschulabschluss mit der Traumnote 1,0 und die Gesellenprüfung mit 1,1.

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