Guter Abschluss in starker Region

IHK-Gremiumsvorsitzender Herbert Klein (links) und Regina Berlage von der IHK-Akademie München-Westerham (rechts) mit den Jahrgangsbesten aus dem Landkreis Landsberg: Andrea Bauer, Sandra Blank (verdeckt), Julia Vanessa Berger, Julia Fischer, Ludwig Kirchbichler (verdeckt), Sarah Lautenbacher, Johannes Gilg, Raphael Neumann, Julian Schmidt, Heinrich Sießmayr und Julian Storch (von links). Foto: Osman

Sie haben einen ersten Meilenstein ihres Berufslebens erreicht: 335 junge Leute aus den Landkreisen Landsberg und Weilheim-Schongau haben in diesem Jahr die Winterprüfungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) bestanden. Grund genug, die erfolgreichen Absolventen mit einer Abschlussfeier zu ehren, beruht der Erfolg der regionalen Unternehmen doch in erster Linie auf qualifizierten und engagierten Mitarbeitern, wie IHK-Gremiumsvorsitzender Herbert Klein betonte.

Zum sechsten Mal in Folge fand die Feierstunde heuer statt, diesmal in der Lechau-Halle in Kaufering. „Das Fest ist für uns inzwischen eine Selbstverständlichkeit“, betonte Klaus Hofbauer, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Weilheim vor den Absolventen sowie Vertretern der regionalen Berufsschulen und der Kommunalpolitik. Stellvertretend für sie sprach Kauferingers 2. Bürgermeister Nor­bert Sepp den frisch gebackenen Fachkräften seine Glückwünsche aus. Die Absolventen aus 20 Berufen aus dem kaufmännischen und gewerblich- technischen Bereich haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Sie finden bei uns eine starke Wirtschaftsregion mit einem gesunden und vielfältigen Branchenmix vor“, sagte Klein. Eine Wirtschaftsregion aber auch, die zunehmend unter Fachkräftemangel leidet. Dieser sei längst keine düstere Prognose mehr, sondern sei für viele Betriebe erlebte Praxis. Daran, dass viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, ist nicht nur der demografische Wandel Schuld, sondern auch die fehlende Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. In diesem Zusammenhang forderte Klein, mehr in die Frühförderung zu investieren statt sich später teure Nachqualifizierungsprogramme zu leisten. Die Tatsache, dass in Bayern noch immer jedes Jahr mehrere Tausend Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen, sei eine der wichtigsten Baustellen, mit denen sich die IHK intensiv befasse. „Diese Jugendlichen brauchen ein Angebot – nicht erst, wenn die Probleme offen zutage getreten sind.“ Auch wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe, dürfe nicht den Fehler machen, sich darauf auszuruhen. „Stillstand heißt Rückschritt“, so Klein. „Die moderne Arbeitswelt ist komplex und stellt hohe Ansprüche, die fachlichen Anforderungen sind enorm.“ So passte es perfekt ins Bild, dass den Jahrgangsbesten mit einem Notendurchschnitt von 1,4 und besser als Auszeichnung ein 200-Euro-Gutschein für die IHK-Akademie überreicht wurde, der dort für Fortbildungskurse eingesetzt werden kann. Zu dieser Spitzengruppe zählten 22 Absolventen, die jeweils genau zur Hälfte aus den Landkreisen Landsberg und Weilheim-Schongau stammten. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte die Landsberger Bläsergruppe Heilix Blechle unter der Leitung von Hans-Günter Schwanzer. Das vierköpfige Ensemble La Triviata begeisterte außerdem mit einer improvisierten Oper rund um das Thema Ausbildung und Berufsleben.

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