Durchs »Abitor« in die Welt

Gymnasium St. Ottilien verabschiedet besten Jahrgang seiner Geschichte

Der beste Jahrgang in der Geschichte des Rhabanus-Maurus-Gymnasiunms: 79 Schülerinnen und Schüler beendeten Ihre Zeit in St. Ottilien erfolgreich mit dem Abitur.
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Der beste Jahrgang in der Geschichte des Rhabanus-Maurus-Gymnasiunms: 79 Schülerinnen und Schüler beendeten Ihre Zeit in St. Ottilien erfolgreich mit dem Abitur.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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St. Ottilien – Auch hinter den Abiturienten von St. Ottilien liegt – wie hinter allen Schülern – ein Schuljahr unter „suboptimalen Bedingungen“, wie es Rektor Michael Häußinger bei der Abschlussfeier in der Klosterkirche vornehm formulierte. Trotzdem haben die 79 Abiturientinnen und Abiturienten es geschafft, mit einem Gesamtschnitt von 2,0 das beste Ergebnis in der Geschichte des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums hinzulegen.

Fast drei Viertel der Absolventen erhielten neben ihrem Abi­turzeugnis ein weiteres Zertifikat, das ihnen die Teilnahme an einer der zahlreichen AGs, an Chor, Orchester, Theatergruppe oder dem Schulzirkus bescheinigte. Das starke außerschulische und ehrenamtliche Engagement der Schüler zeige einmal mehr, dass St. Ottilien auch in schwieriger Zeit eine Mitmachschule sei, so Häußinger.

Dass die Abifeier nicht im Festsaal der Schule, sondern in komprimierter Form in der Kirche stattfand, war der Pandemie geschuldet. Um die Mindestabstände einzuhalten, verteilten sich die Hauptpersonen auf Kirchenschiff und Chorgestühl. Ihre Zeugnisse erhielten sie im Anschluss auf dem Vorplatz. Nur wenige Eltern konnten in den hinteren Reihen am Gottesdienst teilnehmen, den Pater Vianney Meister gemeinsam mit Pater Theophil Gaus und Pfarrerin Renate Kühn zelebrierte. Die meisten Angehörigen standen draußen auf dem Kirchplatz und verfolgten die Feier via Livestream auf dem Handy. Oder sie waren zu Hause geblieben und nahmen am Laptop teil.

Dem zum Zwecke der Belüftung weit geöffneten Portal gab Pater Vianney eine symbolische Bedeutung – als „Abitor“, durch das die Absolventen nun in die Welt hinausgehen. Eine Welt, von deren „Buntheit und Vielfalt“ sie in St. Ottilien schon einiges kennenlernen konnten. Das zeigen allein schon die zahlreichen Sprachen, die an der Schule gelehrt werden und in denen Pater Vianney den Abi-Jahrgang begrüßte – auf Lateinisch, Altgriechisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Chinesisch. In seiner persönlich gehaltenen Predigt zeichnete er den Weg nach von der Bewerbung und dem bangen Warten auf eine Zusage über die acht Schuljahre, in denen die Idylle des Klosterdorfs für die Schüler zur zweiten Heimat geworden sei. Eine Heimat, in die sie jederzeit zurückkommen könnten, gab Vianney den Abschlussschülern mit auf den Weg. Das Abitor soll keine Einbahnstraße sein.

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