Hängepartie im FFH-Gebiet – Lechsteg: OB Lehmann räumt Irrtum ein – UBV fordert Ortstermin

Die neue Gehwegbrücke unterhalb der Lechstaustufe 15 ist zwar beschlossene Sache, doch längst nicht ausdiskutiert. Die UBV-Stadtratsfraktion beharrt weiter auf einer deutlich billigeren Stahl-/Stahlseilbrücke und hat dazu eine Ortsbesichtigung im Steinwasenpark bei Freiburg beantragt.

Nicht nur die UBV betrachtet das Vorhaben äußerst kritisch. So haben Reinhard Skobrinsky (BAL) und Wolfgang Buttner (ödp) bereits Anfang April eine Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert, da der Steg in einem sehr sensiblen Gebiet gebaut werden soll. Dies bestätigte am Mittwoch im Stadtrat OB Ingo Lehmann (SPD). Bislang seien er und die Verwaltung davon ausgegangen, dass der neue Lechübergang nicht im FFH-Gebiet (Flora Fauna Habitat) liege: „Das war ein Irrtum.“ In enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde werde derzeit eine Verträglichkeitsabschätzung erstellt und den Genehmigungsunterlagen beigefügt. „Das könnte zu einem Himmelfahrtskommando und noch teurer als die veranschlagten 1,6 Millionen Euro werden“, kommentierte Dr. Reinhard Steuer (UBV) die geänderte Lage. Und nur einen Tag nach der Sitzung beantragte UBV-Fraktionschef Christoph Jell eine Ortsbesichtigung im Steinwasenpark, wo eine Stahl-/Stahlseilbrücke über eine 218 Meter breite und 25 Meter tiefe Schlucht führt. Mit rund einer Millionen Euro Baukosten sei sie billiger als die vorgesehene Variante und füge sich harmonisch ins Lechtal ein. OB Lehmann kündigte an, dass der mit der Planung beauftragte Architekt Harald Trepte in einem eigenen Termin auf Alternativen eingehen werde.

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