"Auf die Kante genäht"

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Deutlich abgespeckte Version: Die neue Planung für das Geltendorfer Feuerwehrhaus sieht nur noch eine gut halb so große Variante wie ursprünglich geplant vor.

Geltendorf – Die Neuplanung für das Geltendorfer Feuerwehrhaus liegt auf dem Tisch. Demnach wird das Gebäude nur noch gut halb so groß wie die ursprüngliche Planung, die der Gemeinderat nach jahrelangem Hin und Her verworfen hatte. Statt fünf sind nur noch vier Fahrgassen vorgesehen, die Kubatur schrumpft um 45 Prozent – von über 8100 auf 4600 Kubikmeter. Mit geschätzten Kosten von rund 2,4 Millionen Euro würde das Gebäude innerhalb des vom Gemeinderat festgesetzten Rahmens bleiben, der bei 2,6 Millionen Euro liegt.

„Wir haben das wirklich auf Kante genäht“, so Architekt Robert Wagner. Die Planung sieht eine einstöckige Fahrzeughalle mit Werkstatt, Schlauchwaschanlage und Lagerräumen vor. Hinzu kommt ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude für Funkzentrale und Kommandantenbüro, Unterrichts- und Besprechungsräume sowie Umkleiden, Sanitäranlagen und Küche. 

Die genaue Gestaltung des Innenbereichs soll in Abstimmung mit der Feuerwehr geschehen. In einer Vorbesprechung mit den Kommandanten seien bereits Anregungen gekommen, wie Rathaus-Geschäftsführer Florian Hänle sagte. Das Gelände soll zwei Zufahrten erhalten – eine für die anrückenden Feuerwehrleute und eine für abrückende Einsatzfahrzeuge. Der Platz vor der Fahrzeughalle sei knapp bemessen, aber ausreichend, so Wagner. Für den Lärmschutz soll ein begrünter Erdwall errichtet werden, praktischerweise könne man dafür den Aushub der Baustelle nutzen. 

"Gut durchdacht" 

Michael Veneris (Bürgerforum) lobte die Planung als „sehr gut durchdachten Funktionsbau, der trotzdem optisch ansprechend ist“. Gleichzeitig regte er an, die Statik der Fahrzeughalle so zu konzipieren, dass später eine Aufstockung möglich ist. Auch die Frage nach einem möglichen späteren Anbau der fünften Fahrgasse tauchte auf. „Konstruktiv ist das kein Problem“, so Wagner. 

Als Hausnummer für die Kosten nannte er etwa 170 000 Euro. Josef Weiß (CSU) mahnte jedoch zu Konsequenz. „Wir sollten nicht schon wieder über Anbauten und Erweiterungen diskutieren.“ Nun soll die weitere Gestaltung gemeinsam mit einem Arbeitskreis der Feuerwehr erfolgen. Dem Gemeinderat würden die Vorschläge jeweils zeitnah zur Abstimmung vorgelegt, so Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger). „Dass die Planung wieder zerredet wird, können wir uns nicht erlauben.“

Ulrike Osman

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