Schlechte Karten in den Tiefgaragen

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Auch an den klassischen Inselbadtagen stehen die Chancen, einen Platz in der Tiefgarage Lechstraße zu bekommen, gut – im Gegensatz zu vergangenen Jahren.

Landsberg – Der Halbjahresbericht 2013 der Stadtwerke zu den Tiefgaragen, präsentiert in der jüngsten Verwaltungsratssitzung, ist verheerend ausgefallen: Das Defizit kann um deutlich weniger als geplant reduziert werden – schuld daran sei vor allem die erneute Gebührenanpassung zum 1. April dieses Jahres nach den massiven Bürgerprotesten.

Die beiden Vorstände des selbständigen Kommunalunternehmens, Norbert Köhler und Christof Lange, legten in der vergangenen Woche detaillierte Zahlen vor, nach denen die Besucher seit März verstärkt zur ersten und zweiten halben Stunde aus den Parkgaragen ausfahren. Nach dem „Wirtschaftsplan, Version 1.2“ der Stadtwerke Landsberg rechnet man inzwischen wieder mit über 436000 Euro Verlust aus dem unterirdischen Parken in der Lechstraße und im Schlossberg. Vor der Tarifänderung hatte man nur 242000 Euro veranschlagt.

Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) gibt sich auf Nachfrage des KREISBOTEN einsilbig: „Ich werde dazu gar nichts sagen.“ Es stimme, dass der Halbjahresbericht in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt worden sei, man habe aber auch beschlossen, die Ergebnisse unter Verschluss zu halten – mehr sei dazu nicht zu sagen. Die vorliegenden Zahlen wären ohne Erklärung missverständlich. „Ich weiß schon, was die Presse sonst wieder daraus machen würde.“

Neuner hatte allerdings in besagter Sitzung des Verwaltungsrats einen entscheidenden Vorstoß abgeblockt: Die Stadtwerke-Vorstände hätten die erste halbe Park-Stunde in den Tiefgaragen nämlich ab Oktober gerne wieder kostenpflichtig. Allein durch diese Gebührenbefreiung entstehe fast 200000 Euro Defizit jährlich. Die „neue Gebührendiskussion“ wolle er derzeit nicht führen, so das Stadtoberhaupt – der Verwaltungsrat folgte ihm einstimmig.

Christoph Kruse

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