Die Handbremse gelöst – EVL gab Gas

Unterschiedlicher könnte die Gemütslage vom neuen EVL 2000-Trainer Norbert Zabel am Wochenende nicht gewesen sein. Am Freitag ärgerte er sich trotz eines 6:3-Erfolges gegen Peißenberg noch über die Leistung seines Team, am Sonntag war er hochzufrieden nach einer beeindruckenden Vorstellung und einem 3:1 gegen Füssen.

In Peißenberg erwischten die Lechstädter zunächst einen Start nach Maß. In der Defensive ließen sie kaum Chancen der Hausherren zu, vorne trafen sie in den ersten 20 Minuten gleich dreimal. Daniel Nörenberg (10.), Michal Kapicka (14.) und Markus Vaitl in Überzahl (20.) besorgten eine beruhigende 3:0-Führung. Die Demontage der „Eishackler“ schien sich zunächst im zweiten Drittel fortzusetzen. Derek Switzer erzielte nach etwa der Hälfte der Spielzeit sogar den vierten Landsberger Treffer. Allerdings hatte Coach Zabel schon einen gewissen Schlendrian bemerkt, nahm eine Auszeit und las seiner Truppe ordentlich die Leviten. Es schien zumindest kurzzeitig gefruchtet zu haben, denn schon wenige Augenblicke später besorgte Fabian Krull mit einem sehenswerten Schlagschuss das 5:0 (32.). Von da an stellten die EVL-Cracks aber endgültig ihre Arbeit ein. Für Peißenberg schaffte Weckerle quasi mit der Pausensirene das 1:5 – in Überzahl. Ab dem letzten Drittel spielte dann nur noch der TSV Peißenberg. Andreas Becherer besorgte nach knapp 45 Minuten das 2:5. Bei einem der wenigen Angriffe des EVL gelang Michal Kapicka das sechste Landsberger Tor, dem postwendend das 3:6 (50.) durch Marco Pfleger folgte. Bezeichnend war, dass die Peißenberger diesen Treffer in Unterzahl machten, nachdem Thomas Wasl nach einem Foul an Dominik Nörenberg vom Eis musste. Nörenberg selbst musste mit einer Platzwunde in die Kabine. Am Ende hatten die Landsberger noch Glück, dass das Ergebnis nicht knapper ausfiel. Wiederum Pfleger scheiterte kurz vor Schluss einmal am Pfosten und dann an Goalie Peter Holmgren. Starker Auftakt Wesentlich mehr Engagement zeigte die EVL-Truppe zwei Tage später daheim gegen den EV Füssen. Belohnt wurde sie dafür schon nach knapp sechs Minuten. Alexander Thiel nutzte die Unordnung in der Füssener Abwehr und verwandelte einen Abpraller sicher zum 1:0. Der EVL, im Gegensatz zum Spiel gegen Peißenberg nicht wieder zu erkennen, rannte mehrfach auf den Kasten der Allgäuer zu, vergab aber seine Chancen reihenweise. Also kam es wie es kommen musste, Füssen traf bei einem der wenigen Konter. Kevin Lavallee lief über rechts allen auf und davon, zog zur Mitte und überwand Peter Holm- gren zum 1:1 (14.). Die Rache kam prompt – ausgerechnet durch den Ex-Füssener Fabian Krull. Er nahm unmittelbar nach einer abgelaufenen Strafzeit Maß und drosch ein Kapicka-Zuspiel zum 2:1 in die Maschen (16.). Dem EVF ging das offenbar zu schnell, so dass sie zwei Minuten später gleich noch einen kassierten. Veli-Antti Leinonen hatte sich am rechten Pfosten freigestohlen und trocken zum 3:1 (18.) eingeschoben. Das war auch schon der Endstand. Obgleich Landsberg zurückschraubte war Füssen nur noch selten gefährlich. Lediglich Lavallee traf mit einem Drehschuss in der 37. Minute den linken Pfosten. Der EVL verpasste einen höheren Sieg durch mangelnde Chancenauswertung. Trotzdem hatte sich die Mannschaft ihre Fahrt aufs Oktoberfest am Montag redlich verdient. Verletzungspech Jetzt steht für die Landsberger nur noch ein Test-Wochenende an. Am Freitag muss das Team gegen Buchloe, den Ex-Verein von Norbert Zabel, ran und am Sonntag geht es zum „Rückspiel“ nach Füssen. Gespannt darf man sein, welche Spieler mit von der Partie sind. Markus Rohde fällt mit einem Innenbandanriss mindestens vier Wochen aus. Manuel Wintergerst hat Probleme mit seiner Schulter und stand gegen Füssen gar nicht erst im Kader. Andreas Widmann plagt nach seinem Kreuzbandriss in der letzten Saison derzeit ein dickes Knie.

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