Kreisboten-Serie Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Hans Pfister aus Egling: Ein Faible für die Zeit

Hans Pfister in Egling
+
Auch Schlüssel aller Art hat der Restaurator und Kirchenmaler Hans Pfister in seiner Werkstatt gesammelt – und fein säuberlich geordnet.

Egling – Hans Pfisters Reich ist die Vergangenheit. Der Restaurator und Kirchenmaler rettet Gegenstände vor dem Verwittern – und vor dem Vergessen. Zahlreiche Arbeiten hat er dabei rund um seine Heimat Egling ehrenamtlich ausgeführt. Und nicht zuletzt im Eglinger Kirchturm ein kleines Museum eingerichtet. Ein Besuch in Pfisters Werkstatt in Heinrichshofen.

Hans Pfisters Restauratoren-Werkstatt im Alten Sägewerk in Egling

Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner
Restauratorenwerkstatt Pfister in Egling
Dass Hans Pfister ein Faible für die Zeit hat, ist schon an der Fassade der Werkstatt zu sehen. Aber auch im Inneren tickt es an jeder Ecke. Ein Rundgang durch die Werkstatt und das Turmmuseum in der Eglinger Kirche. © Greiner

Wer zu dem ehemaligen Sägewerk in Heinrichshofen fährt, sieht schon von außen, was den Kirchenmaler und Restaurator Hans Pfister fesselt: die Zeit. Besser gesagt, die Geräte, die sie messen. Zifferblätter von Kirchturmuhren schmücken die Außenfassade des langgezogenen Gebäudes. „1994 haben wir dieses Sägewerk gekauft und dann nach und nach ausgebaut“, erzählt Pfister. „Wir“, das sind er, sein Sohn Markus, ebenfalls Restaurator, und die Schwiegertochter. „Selbst der Enkel hilft schon mit. So weiß ich, dass das alles hier weitergeht“ Sonst hätte man dieses Riesenprojekt wohl nicht angegangen. Ende der 1990er ziehen er und sein Sohn mit der Restauratorenwerkstatt in das Gebäude ein.

„Halt! Wenn das Läutewerk der Lokomotive ertönt oder die Annäherung eines Zuges anderweitig bemerkbar wird“ warnt ein altes Schild am Werkstatteingang. Entsprechend geht es an einer Bahn samt Lore vorbei in die erste Halle – in der auf jedem Meter etwas Außergewöhnliches zu sehen ist, dazwischen fein säuberlich sortiert Unmengen von Werkzeug. „Ich weiß genau, wo alles steht“, versichert Pfister. „Ich hab da meinen eigenen Computer im Kopf.“ Massenweise Uhren sind zu sehen: „Vielleicht ticken wir ja hier nicht ganz richtig“, lacht der Restaurator. Schwarzwalduhren, Uhrwerke von Kirchturmuhren, „so präzise gebaut wie Waffen“. Auch Wanduhren hängen da, an einem eigens dafür gebauten Uhrturm. An den Wänden ist ja kein Platz. Eine Uhr ist ihr eigenes Gewicht – und sinkt im Lauf der Zeit nach unten. „Das ist Glump“, lacht der Restaurator. Sieht barock aus, „aber die ist nachgemacht.“ Daneben hängt eine Turmuhr aus Innsbruck, samt Glocke, die hell läutet, als Pfister das Uhrwerk anwirft. Das Zifferblatt hat nur einen Zeiger, die Zeit ist nur ungefähr abzulesen. „Ein Zeiger würde uns auch heute reichen“, sagt Pfister. „Was wir uns da manchmal einbilden.“

Wenn‘s zu laut tickt

Seine erste Uhr habe ihm sein Bruder vom Sperrmüll mitgebracht. Eine andere Uhr eines Bekannten sei dessen Frau zu laut gewesen. Er half dem Bekannten beim Möbelrestaurieren und bekam die Uhr, die jetzt gleich am Eingang vorne rechts einen Ehrenplatz hat. Eine andere Uhr habe er schon als Lehrling kaufen wollen, erzählt Pfister. Aber 50 Mark, das sei damals sein Monatsgehalt gewesen. Doch das Glück war ihm hold – und er fand die Uhr in den 90er Jahren wieder. Jetzt steht auch sie in seiner Werkstatthalle.

Einige Gegenstände sind nur bei ihm eingelagert – Platz hat er ja. So wie zum Beispiel der Altar, unter dem der Weg in den zweiten Raum führt. Ein Altar aus Steingaden steht schon seit 30 Jahren bei ihm, auch das Heilige Grab und die Ölbergskizzen aus der Eglinger Kirche St. Vitus hat er gesichert und untergestellt, ebenso ein zwei auf vier Meter hohes Gemälde, „das bei den Landsberger Klosterschwestern im Stadl stand“, erzählt er. Ein Nazareneraltar aus der Landsberger Katharinenkirche, „damals fand man das kitschig.“

Neben den Uhren sind zahlreiche Statuen zu sehen, Säulen, sonstige Einbauten aus Kirchen wie eine große Ewig-Licht-Ampel, ein wunderschöner neugotischer Vogelkäfig oder auch ein ganz ‚neuzeitlicher‘ Leopard, „aus dem Baucontainer gefischt“. All das entdeckt der Restaurator bei seiner Arbeit – und rettet es vor Schimmel und dem Zahn der Zeit, wie er sagt. Alles ehrenamtlich. Viel Ehrenamtliches hat er auch in den Gebäuden vor Ort geleistet. Damit er das nicht alles aufzählen muss, hat er es feinsäuberlich in gestochener Handschrift aufgelistet. Liniertes Papier, in jeder Linie ein Projekt, drei DIN A4-Seiten lang. Er hat Wände verputzt, Gemälde und Kircheninventar restauriert oder auch 30 Jahre lang Osterkerzen gestaltet. Mit außergewöhnlichen Motiven wie beispielsweise einer Moschusschwalbe.

„Ich weiß nicht mal, wie man Langeweile buchstabiert“, beschreibt der 74-Jährige seinen Alltag. Er könne aber einfach nicht mit ansehen, wie Dinge aus vergangenen Zeiten in Kellern vermodern. Die ehrenamtliche Arbeit erspare ihm bei der Restaurierung viel Bürokratie, lacht er. Unbürokratisch heißt aber nicht ‚schlampig‘: Der 74-Jährige hat alles genau dokumentiert. Zu sehen im eigens dafür eingerichteten Archivraum. Und vom dem geht es zum Werkzeugraum – Wände und Tische voller Zangen, Hämmer, perfekt geordnet –, in einen Raum voller Schlüssel und Schlösser und schließlich noch in die Schreinerei.

Pfister ist in Heinrichshofen auch geboren. In der Nachbarschaft des Sägewerks, das ihn schon als kleinen Jungen fasziniert habe: „Hier war immer was los.“ Nach der Schule in Egling ging er beim Kirchenmaler Norbert Fischer, ebenfalls in Egling, in die Lehre. „Die Re­staurierung, die Kirchenmalerei, das hat mich schon immer fasziniert.“ Bis 1983, als Fischer verunglückte, arbeitete Pfister mit seinem Lehrmeister zusammen. Dann führte er die Werkstatt Fischers weiter, bis er sich 1986 selbstständig machte.

Museum im Turm

Mit Fischer zusammen hat er auch St. Vitus in Egling restauriert. Die Decken- und Wandfresken vom ‚bayerischen Hofmaler‘ Christian Wink, den Chor, Einbauten, alles. Wie lang es gedauert habe, bis sie endlich eine Quelle für das Malachit gefunden hätten, das dieses schöne Grün der Rahmen ergebe, erzählt Pfister. Und dass das Arbeiten an der Decke kopfüber wirklich kein Honigschlecken ist. Auch den Turm hat er restauriert, da mit seiner Firma. Und weil er schon beim Saubermachen so vieles entdeckt hat, das aufhebens- und zeigenswert ist, hat er ihn zum Turmmuseum umfunktioniert – ehrenamtlich. „Das waren viele Wochenenden Arbeit“, aber das sei es ihm wert gewesen. Im ersten Stock lockt das ‚Krematoriumsstüberl‘, mit einer Bahre, Abbildungen von Totenköpfen samt Kardinals- oder Bischofshut. In anderen Stockwerken hängen Reliquiare, diverse Leuchter stehen in den Nischen. Und ganz oben hat Pfister noch alte Jugenstilfenster gelager, dazu neun Stationen des alten Kreuzwegs sichergestellt.

Am Ende des Besuchs stehen wir oberhalb der Freskenkuppel im Kirchendachstuhl. Es ist inzwischen früher Abend und eisig kalt, vor allem da oben. Aber wenn Hans Pfister seine Schätze zeigt, leuchten seine Augen und die eiskalten Füße rücken ob so großer Lebendigkeit in den Hintergrund. In jedem Gegenstand steckt ein Teil von ihm, zu jedem Stück weiß er eine Anekdote, jedes Teil macht er zu etwas Besonderem. Und erzählt so lebendige Geschichte.
Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stege an der Ammersee-Westseite bleiben offen
Stege an der Ammersee-Westseite bleiben offen
Corona im Landkreis Landsberg: Weiterer Todesfall
Corona im Landkreis Landsberg: Weiterer Todesfall
Dürfte klappen: ein großes Fest zum 900-Jährigen von Utting
Dürfte klappen: ein großes Fest zum 900-Jährigen von Utting
Holetschek im Warendrehkreuz Penzing
Holetschek im Warendrehkreuz Penzing

Kommentare