Nägel mit Köpfen

Schilder für den behindertengerechten Hauptplatzübergang 

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Neue Schilder auf dem Hauptplatz

Landsberg – Er existiert tatsächlich, der Hauptplatzübergang für Menschen mit Behinderung. Auch diejenigen, die mit Kinderwagen unterwegs sind, freuen sich über die dort abgesenkte Regenrinne. Doch wo genau sich dieser Bereich befindet, dürfte für Ortsfremde und auch manch einen Landsberger nicht so leicht ersichtlich sein, war er doch bisher nur durch silberne Nagelköpfen gekennzeichnet. Um das zu ändern, wurden vergangene Woche neue Hinweisschilder vorgestellt: „Barrierefreie Zone – Bitte freihalten“

„Wir hatten ja bereits früher gefordert, dass der Übergang besser gekennzeichnet werden sollte“, berichtet UBV-Stadtrat und Beauftragter für Menschen mit Behinderung Christoph Jell. „Durch die Wasserrinnen komme ich im Rollstuhl sitzend nicht durch, da bleibe ich halb auf der Fahrbahn hängen.“ Nach Reklamation des Beirats für Menschen mit Behinderung wurden die Wasserrinnen in einem ersten Schritt abgeflacht. 

Dennoch fehlte anfangs jegliche Art von Kennzeichnung des Übergangs. Erst später wurden die erhabenen silbernen Nagelköpfe angebracht, die auch für Blinde ertastbar sind. Zu sehen sind sie allerdings nicht wirklich.

Der zweite Übergang an der Musikschule sei wegen des Zebrastreifens gut zu erkennen, urteilt Hans-Peter Bichler vom Beirat für Menschen mit Behinderung. Einen Zebrastreifen lehne der Stadtrat jedoch weiterhin aus „ideologischen Gründen“ ab. Alfons Czech vom Straßenbaureferat der Stadt gibt zudem zu bedenken, dass ein Zebrastreifen an dieser Stelle mit zwei Lichtmasten ausgeleuchtet werden müsse und auch eine entsprechende Beschilderung nötig wäre. 

Dass Autofahrer und Fußgänger sich „ideologisch“ einigen, scheint jedoch ein Traum zu bleiben. „Für Menschen mit Behinderung ist es trotz Absenkung der Rinnen schwierig, die Straße zu überqueren“, gibt Anja Charafeldin vom Inklusionsausschuss des Kreistages zu bedenken. „Ich hab es gerade versucht, aber der Autofahrer ist einfach weitergefahren“, erzählt die im Rollstuhl sitzende Gründerin der MS-Gruppe Landsberg. 

Die neuen Schilder sind groß, farbig und dadurch zumindest gut sichtbar. Sie schmücken beide Seiten der Straße auf Höhe des Buchladens und machen den Übergang erkennbar. Ob sie jedoch die Autofahrer davon überzeugen können, Fußgänger passieren zu lassen, bleibt weiterhin fraglich.

Susanne Greiner

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