Hauptsache zwei Punkte

Zeigte trotz seiner Schulterverletzung eine ansprechende Leistung: HSB-Kapitän Michael Teichner (li.). Foto: Krivec

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die HSB Landsberg holt gegen den Lokalrivalen TSV Weilheim zwei wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an das obere Tabellendrittel der 2. Regionalliga, das Spiel war allerdings keine Offenbarung.

Das lag natürlich auch am TSV Weilheim, von dem – zumindest in der ersten Spielhälfte – keine ernsthafte Bedrohung ausging. Die DJK machte da weiter, wo sie im letzten Heimspiel recht verheißungsvoll aufgehört hatte: Sie spielte einen guten Basketball. Hochkonzentriert begann das Team um Xaver Egger, überzeugten durch überlegt vorgetragene Angriffsvarianten, die Center und Topscorer Przemyslaw Migala durch sichere Hook-Shots abschloss, und durch und eine solide Defense. Man nutzte die Größenvorteile von Migala und Marco Geidosch, der sich in dieser Phase sehr wirkungsvoll in Szene setzte. So erspielten die Gastgeber nach weniger als vier Minuten eine 10:0 Führung. Dann kamen die Auswechselspieler von der Bank und mit ihnen viel Leerlauf. Mit 17:12 gings ins zweite Viertel. Auch jetzt ließen es die Akteure an der nötigen Konzentration fehlen. Es wurden zwar gute Wurfpositionen herausgespielt, aber der Korb fünfmal hintereinander völlig ungehindert verfehlt. Die schlampig vorgetragenen Aktionen konnte anscheinend auch DJK-Coach Roman Gese nicht mehr mit ansehen und nahm eine Auszeit. Wieder war es Migala, der durch einen erfolgreichen Offensivrebound und einen spektakulären Block der DJK beim 32:12 etwas Luft verschaffte. Man musste aber auch konstatieren, dass Xaver Egger seine überragende Form aus den ersten Spielen der Saison auch gegen Weilheim hinterher lief. Dafür empfahl sich Christoph Peters als sicherer Schütze, ein Vorbild für die Nachwuchsspieler, die hier eklatante Defizite haben. Mit einer beruhigenden 38:21-Führung konnte man in die Pause gehen. Neues Bild im dritten Viertel: Weilheim trifft. Das Landsberger Spiel, nun auf einmal völlig konzeptlos, erlaubte den Gästen, Punkt um Punkt näher heranzukommen. Zu lange änderte der Trainer auch nichts an der Konstellation auf dem Spielfeld, erst, als ihn das vierte Foul von Migala zur Umstellung zwang. 50:43 stand es, als Josef Egger endlich zeigte, dass er auch werfen kann. Im letzten Viertel brachte Trainer Gese den durch eine Schutzverletzung gehandikapten Kapitän Michael Teichner, was den Landsbergern sichtlich gut tat. Doch auch bei ihm wechselten Licht und Schatten: Da holte er in unnachahmlicher Manier einen Offensivrebound, setzte aber einen einfachen Korbleger daneben. Fünf Minuten vor Spielende musste schließlich Xaver Egger, der zuvor den Druck auf den Korb der Gäste erhöht hatte, nach einem technischen Foul mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen. Gut, dass Florian Geheb, sowohl in der Defense als auch als sicherer Passgeber, daraufhin den DJK-Aktionen Struktur gab, sonst hätte man noch um den Sieg bangen müssen. Die Weilheimer agierten mit einer aggressiven Pressdeckung, und die gefoulten Landsberger konnten die Freiwürfe nur unzulänglich verwerten. Am 74:67 Erfolg der DJK war aber nicht mehr zu rütteln.

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