Für die Haus- und Grundbesitzer

Führen den Haus- und Grundbesitzerverein Landsberg ins Jubiläumsjahr (von links): Kassenprüfer Rudolf Kugelmann, 1. Vorsitzender Dr. Florian Kappes, Kassiererin Eva Rutz und 2. Vorsitzender Hans Spanner. Foto: Privat

Vor einem runden Jubiläum steht der Haus- und Grundbesitzerverein Landsberg: Er kann nunmehr auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken, was im Oktober in festlich-geselligem Rahmen geschehen soll. Darauf und auf das Vereinsjahr 2010 ging Vorsitzender Dr. Florian Kappes kürzlich auf der Mitgliederversammlung ein.

Das 100-jährige erfolgreiche Bestehen des Vereins vor Augen hob Vorsitzender Kappes die Bedeutung von Haus&Grund für den Landkreis Landsberg hervor. Die Existenz des Vereins könne mit der ersten Anmeldung 1911 beim Bayerischen Landesverband nachgewiesen werden, wobei die Gründung nur zehn Jahre nach der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches im Jahr 1899 mit den ersten Vorschriften zum Mietrecht erfolgt sei. Dr. Kappes: „Hieran zeigt sich, wie wichtig die Interessenvertretung der Haus- und Grundbesitzer, insbesondere im Hinblick auf den Wandel des Mietrechts, bis heute ist.“ Dies spiegle sich auch an den immer noch steigenden Mitgliederzahlen wieder. Aktuell zählt Haus&Grund Landsberg rund 1300 Mitglieder. Der 1. Vorsitzende berichtete den Anwesenden im vollbesetzten Vortragssaal des Sportzentrums danach über die Ereignisse im vergangenen Jahr, insbe­- sondere dass im September erneut eine 70 Seiten starke Mitgliederinformation versandt werden konnte. Kappes bedankte sich bei allen Sachverständigen, die sich finanziell an der Erstellung der Broschüre beteiligten. Der Haus&Grund-Vorsitzende wies ebenfalls darauf hin, dass sich der Verein auch an den Projekten der Stadt Landsberg zur Stadtentwicklung intensiv beteilige. So habe man sich etwa auch am städtebaulichen Entwicklungskonzept „Morgen fängt heute an“ beteiligt. Weiterhin informierte Dr. Kappes kurz über die geplante „kleine Mietrechtsreform“. Deren Ziel ist es, die Vermieter vor Schäden durch „Mietnomaden“ besser zu schützen. Geplant sei außerdem die Erleichterung der Mieterhöhung bei Modernisierung, um weitere Anreize für die Modernisierung zu schaffen. „Außerdem sollen mit dieser Reform die asymmetrischen Kündigungsfristen beseitigt werden“, so Kappes. Die energetische Sanierung von Wohngebäuden werde in der Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, so Kappes. Sofern die atomare Katastrophe in Japan zu der angekündigten Wende in der Energiepolitik führen sollte, müsse man sich ohnehin auf Steigerungen bei den Energiekosten einstellen. Kappes rät: „Die Vermieter sollten sich bei einer geplanten Sanierung intensiv informieren und sehr genau abwägen, welche Maßnahmen im Hinblick auf das Kosten-Nutzungs-Verhältnis zwischen Modernisierungskosten und Einsparpotential sinnvoll sind.“ Inzwischen habe sich bei Studien gezeigt, dass der bislang umstrittene Energieausweis in der Form des Verbrauchsausweises eine relativ gute „Trefferquote“ im Hinblick auf die tatsächlichen Energieverbrauchskosten des Hauses aufweise. Neu zu erstellende Energieausweise seien jedoch nur noch als (aufwendigere und teurere) Bedarfsausweise zulässig und hätten den Vorteil, dass zugleich auch Möglichkeiten zur energetischen Sanierung vorgeschlagen würden. Fachvorträge zu den Themenkomplexen „Schimmelpilzbildung in Wohnungen“ sowie „Mieterhöhung“ und eine all­gemeine Aussprache rundeten die ordentliche Jubiläums-Mitgliederversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins ab.

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