In so ein Haus muss man hineinhören

Der Heimatverein hat die Villa Diana an der Weilheimer Straße als „Haus des Jahres 2010“ auserkoren. Vorsitzender Thomas Raff zeichnete auf der Jahresversammlung Ines und Ingo Einwag aus. Sie haben das Gebäude vom Kloster St. Vin­zenz gepachtet und sanieren es seit 2006 nach und nach im Sinne der Denkmalpflege.

Raff stellte besonders „die fast archäologisch betriebene Rekonstruktion“ des ursprünglichen Gartens heraus. Für die Eheleute – beide Diplom-Ingenieure für Landschaftsarchitektur – sei ein Traum in Erfüllung gegangen, als man den Zuschlag bekam, berichtet Ines Einwag, die sich als Referentin für Gartenbau nun auch im Schackypark-Verein engagiert. Das Haus hätten die Pächter sehr sorgsam saniert, im Inneren wenig Veränderungen vorgenommen. „In so ein Haus muss man erst hineinhören, was es braucht; man kann ihm nicht ein Korsett anziehen, sonst sieht es hinterher aus wie neu“, beschriebt Ines Einwag. Allein schon durch seine Besitzer erzählt das Haus selbst eine recht abwechslungsreiche Geschichte. 1897 von Bürgermeister Michael Weigl erbaut, erwarb Ludwig Freiherr von Schacky auf Schönfeld 1903 das Haus. Es war ursprünglich wohl als Übergangsdomizil gedacht, die eigentliche Schackypark-Villa blieb jedoch nur in der Planung, da zunächst die Gattin des Freiherrn verstarb, drei Jahre später er selbst. Der als „Bauerndoktor“ bekannt gewordene Dr. Georg Heim nutze die Villa später als Wochenendhäuschen. 1933 er­warb das Mutterhaus der Vincentinerinnen die Villa und den Park, der dann über Jahre hinweg brach lag. Die Villa Dia­na und der Schackypark sind seit 1992 in die Denkmalliste eingetragen.

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