Ein Haus und Steg am See

Der Ruderclub Schondorf darf am südlichen Rand der Seeanlage ein Bootshaus mit Steganlage errichten. Der Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für das Vorhaben (13 : 3), das vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Schlösser- und Seenverwaltung abgestimmt wurde.

18 Meter lang und mittels Versprung zwischen 3,30 Meter und 5,55 Meter breit darf das Gebäude werden, das an der Südseite der Seeanlage, unweit der Toilettenanlage, situiert werden soll. Darin sollen die Boote des Ruderclubs gemeinsam mit den Optimisten des Segelclubs gelagert werden. Gemeinsam soll auch der Schwimmsteg, der ungefähr 50 Meter weiter nördlich, gegenüber vom Spielplatz eingerichtet wird, genutzt werden. Der notwendige Durchbruch durch die Ufermauer soll mit einem abschließbaren Tor versehen werden. Der geplante Schwimmsteg soll jeweils am Saisonende abgebaut werden. Auf die exponierte Lage in der Seeanlage hatten sich Club und Gemeindeverwaltung im Gespräch mit der Schlösser- und Seenverwaltung und mit der Unteren Naturschutzbehörde geeinigt. Auf diese Weise sollen die angrenzenden Schilfbereiche geschützt werden. Bedenken kamen jedoch aus dem Gemeinderat und vom Bund Naturschutz: Der Bootssteg an der Seepromenade könnte zu Kollisionen mit Fußgängern und Radlern führen, außerdem könne der Steg zum Lagerplatz werden, so einige Stimmen aus dem Gremium. Andreas Dohm (FWG) mahnte den Nachweis von Stellplätzen an. Sein diesbezüglicher Antrag wurde jedoch mit fünf zu elf Stimmen abgelehnt. Ein Schwimmsteg sei nass und ungemütlich und eigne sich nicht zum Lagern, versuchte Walter Mayer (SPD) die Befürchtungen zu zerstreuen, und Stellplätze, so Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) seien bislang von keinem nicht kommerziellen Seeanlieger verlangt worden. Schließlich handle es sich um ein Bootshaus als „privilegiertes Vorhaben im Außenbereich“ und nicht um ein Vereinsheim. Eine Frage die mit dem Landratsamt längst abgeklärt sei. Auch die Bedenken des Bund Naturschutz könnten zurückgewiesen werden, da der mit dem Bund vereinbarte Sicherheitsabstand des Bootshauses zum Ufer ebenso wie andere Kriterien eingehalten würden.

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