Schwerpunkt Asyl

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Zwölf neue Mitarbeiter wird es zukünftig im Landratsamt geben.

Landkreis – Der Kreishaushalt 2015 hat die ersten Hürden genommen. Nach zwei Beratungen segneten Finanz- und Kreisausschuss das Zahlenwerk jeweils einstimmig ab. Es sieht unter anderem eine Erhöhung der Kreisumlage auf 49 Prozent vor, was dem Landkreis im Vergleich zum laufenden Jahr Mehreinnahmen von rund fünf Millionen Euro beschert. Kreisumlage und Schlüsselzuweisungen zusammen machen fast 70 Millionen Euro an Einnahmen aus. Etwa ein Drittel dieser Summe muss der Landkreis allerdings in Form von Bezirks- und Krankenhausumlage direkt weiterreichen.

Der Stellenplan sieht rund zwölf neue Mitarbeiter für das Landratsamt vor. Sie werden unter anderem in den Bereichen Asylmanagement und Jugendsozialarbeit gebraucht, außerdem für die Inklusion, den Immissionsschutz und die EDV-Verwaltung. 

Ziel ist das Siegel 

Für die geplante Umsetzung des Projekts Bildungsregion ist ebenfalls eine neue Stelle vorgesehen. Diesem stimmte der Kreisausschuss nach anfänglichem Zögern (der KREISBOTE berichtete) mehrheitlich zu. Eine der Gegenstimmen kam von Dr. Albert Thurner (SPD), der keine 65.000 Euro für etwas ausgeben wollte, das er als „Kochen im eigenen Sud“ bezeichnete. Das Projekt hat eine koordinierte Vernetzung von Bildungseinrichtungen, Kommunen und Wirtschaft zum Ziel. 

Am Ende steht ein Qualitätssiegel, das 13 Landkreisen in Bayern bereits verliehen wurde. Im Bereich Asyl entsteht dem Landkreis im kommenden Jahr vermutlich ein Minus von rund 1,1 Millionen Euro, das nicht durch staatliche Zuschüsse gedeckt ist und somit aus dem eigenen Haushalt bestritten werden muss. Hier schlagen unter anderem Personalkosten im Landratsamt zu Buche. 

Abgelehnt wurde ein Antrag von Robert Sedlmayr (ÖDP), die Landsberger Energieagentur (LENA) künftig mit 10 000 Euro statt wie vorgesehen mit 2000 Euro zu unterstützen. Wilhelm Böhm (CSU) hielt das eine Jahr, das der Verein existiert, für zu kurz, um dessen Finanzbedarf einschätzen zu können. Außerdem nutze LENA unentgeltlich Räume im Landratsamt, auch dies seine eine Form der Unterstützung. Thurner konnte sich mit dem Vorschlag, die Förderung wenigstens auf 5000 Euro aufzustocken, ebenfalls nicht durchsetzen. 

51 Millionen Euro 

Der Haushalt sieht eine Kreditaufnahme von rund drei Millionen Euro vor. Gleichzeitig werden 3,5 Millionen Euro Schulden getilgt, so dass sich unter dem Strich eine Reduzierung der Miesen um rund 400000 Euro ergibt. Insgesamt beträgt die Verschuldung des Landkreises rund 51 Millionen Euro. Am 16. Dezember soll der Haushalt im Kreistag beschlossen werden.

Ulrike Osman

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