Sinnvoll gestrichen

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Mit dem neuen Großkino, das im Gewerbegebiet Gestalt annimmt, erhält Penzing nicht nur ein neues Freizeitangebot, sondern auch einen weiteren Gewerbesteuerzahler.

Penzing – Seit zehn Jahren hat die Gemeinde keine neuen Kredite aufgenommen, und das wird sich auch heuer nicht ändern. Geplante Investitionen werden aus den Rücklagen finanziert, die dadurch von rund 1,8 Millionen Euro auf voraussichtlich 360000 Euro zusammenschrumpfen.

Im laufenden Jahr will die Gemeinde 2,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen ausgeben. Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von knapp zehn Millionen Euro. Er wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig verabschiedet. In zwei Sitzungen hatte der Finanzausschuss mit Kämmerin Petra Hoß das Zahlenwerk ausführlich vorbesprochen. Dabei wurden, wie Hoss sagte, „viele Investitionen sinnvoll gestrichen oder geschoben“. So konnte man von einer geplanten Kreditaufnahme komplett abrücken.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 5,5 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt umfasst rund 4,4 Millionen Euro. Mit einer Zuführung von gut einer halben Million Euro aus dem Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt kann die Gemeinde sogar mehr leisten als das gesetzlich geforderte Minimum. Die Steuereinnahmen der Gemeinde steigen – einschließlich staatlicher Zuweisungen – im Vergleich zum Vorjahr von knapp 3,2 auf 3,6 Millionen Euro.

Dafür muss die Gemeinde 1,3 Millionen Euro an den Landkreis überweisen. Die Kreisumlage wurde um vier Prozent gesenkt, doch da gleichzeitig die Umlagekraft der Gemeinde gestiegen sei, betrage der Rückgang in absoluten Zahlen nur 40000 Euro, erläuterte Hoß.

Für die energetische Sanierung des Rathauses sind im aktuellen Haushalt 440000 Euro vorgesehen. Fast ebenso hoch fällt der gemeindliche Zuschuss für die Sanierung des katholischen Kindergartens St. Martin aus – „ein Riesenbrocken“, wie Bürgermeister Johannes Erhard sagte.

Weitere große Ausgabeposten sind Straßenentwässerungsmaßnahmen, der Hoch-wasserschutz, die Sanierung der Alten Schulen Ramsach sowie Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus in Ramsach und an der Schule in Penzing – hier sollen die Böden saniert sowie eine Feuertreppe, Schall- und Sonnenschutz eingebaut werden.

Nicht im Haushalt taucht dagegen der geplante Neubau des Bauhofs auf. Dieser soll laut Erhard vom Kommunalunternehmen Penzing (KUP) gebaut und dann an die Gemeinde zurückvermietet werden. Dies habe unter anderem steuerliche Vorteile. „Dazu muss allerdings die Satzung des Kommunalunternehmens geändert werden“, so Erhard. Dieses war im vergangenen Jahr zunächst nur für den Betrieb der Photovoltaikanlage Plättenmoos in Epfenhausen gegründet worden.

Ulrike Osman

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