Einmal kräftig durchschnaufen

Haushalt Prittriching: Heuer nur kleinere Maßnahmen 

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Der Prittrichinger Spatzenturm – Wahrzeichen des Ortes – und das Baderhaus werden heuer teilsaniert.

Prittriching – Die Gemeinde hat eine Menge gestemmt in den letzten Jahren. Heuer steht deshalb nach den Worten von Bürgermeister Peter Ditsch „eher ein ruhiges Jahr“ an. Was nicht heißt, dass keine Investitionen geplant sind. Auf dem Programm steht die Teilsanierung von Baderhaus und Spatzenturm, eine Hochwasserschutzmaßnahme am Verlorenen Bach sowie Flächenbevorratung für Kinderbetreuung, Gewerbe und Wohnbau.

Insgesamt steht Prittriching mit seinen Finanzen gut da, wie im Haushaltsbericht des Bürgermeisters deutlich wurde. Die Steuereinnahmen sind im Vergleich zum letzten Jahr angestiegen. Die Gemeinde rechnet mit fast 1,7 Millionen Euro an Einkommenssteuer und einer Million Euro Gewerbesteuer. Im gesamten fünfjährigen Finanzplanungszeitraum können ansehnliche Summen vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführt werden. „Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung, die mindestens die Höhe der zu leistenden Tilgungen haben muss, wird problemlos erreicht“, so Ditsch. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt derzeit noch knapp 4,7 Millionen Euro.

In punkto Investitionen will sich die Gemeinde im laufenden Jahr zurückhalten. Im Vermögenshaushalt, der im Vorjahr noch neun Millionen Euro umfasste, stehen heuer nur 4,8 Millionen Euro. Die in den letzten Jahren durchgeführten großen Maßnahmen - Straßenbau Dorfplatz, Sanierung Alte Schule Winkl, Sanierung und Umbau des Rathauses - müssen zum Teil noch abgeschlossen und letzte Rechnungen bezahlt werden. Allein für das Rathaus stehen Schlussrechnungen von 1,4 Millionen Euro aus. Nun sei „ein Jahr des Durchschnaufens“ angezeigt, so Ditsch.

Heuer steht mit der Teilsanierung zweier historischer Gebäude eine kleinere Investitionsmaßnahme an. Das denkmalgeschützte Ensemble Spatzenturm und Baderhaus soll einen frischen Außenanstrich und das Baderhaus zusätzlich neue Fenster und Fensterläden bekommen. Im Vermögenshaushalt sind die Arbeiten mit 160 000 Euro veranschlagt.

Der Verlorene Bach wird im Teilabschnitt zwischen der Brücke beim Rathaus und der Brücke an der Straße nach Scheuring tiefergelegt und renaturiert. Die Maßnahme dient dem Hochwasserschutz und wird zu je 50 Prozent von der Gemeinde und vom Freistaat getragen. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 832 000 Euro. Geplant ist außerdem der Ankauf von Grundstücken für einen neuen Kindergarten, für Gewerbe und für ein Baugebiet in Winkl. „Wenn wir diese Flächen alle sichern, bin ich hochzufrieden“, so Ditsch.

Wenn er 2020 nach 18 Jahren aus dem Amt scheidet, wird der 59-jährige Rathauschef seinem Nachfolger ein gut bestelltes Haus hinterlassen können. Und eher unpopuläre Maßnahmen wie der Rathausumbau stünden erstmal auch nicht an.

Ulrike Osman

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