Den Haushalt in die Spur bringen

Der neue Oberbürgermeister Mathias Neuner (links) und sein Vorgänger Ingo Lehmann (rechts) waren sich einig: Peter Jung aus Schongau soll nun den Haushalt der Stadt als neuer Kämmerer wieder in die Spur bringen. Foto: Kruse

Er suchte „die größte berufliche Herausforderung“ – und hat sich als neuer Kämmerer in Landsberg beworben. Mit Erfolg: Am Freitag wurde Peter Jung von OB Ingo Lehmann und seinem Nachfolger Mathias Neuner bereits vorgestellt. Der 41-Jährige selbst zeigte sich vom Tempo beeindruckt: „Vorgestern habe ich erst erfahren, dass ich die Stelle bekomme und heute ist schon der erste Pressetermin.“

Lehmann erläuterte, warum alles so zügig ging: „Die Bewerbungsfrist endete ja schon am Tag vor der Stichwahl. Wir wollten noch vor dem 1. Mai den neuen Kämmerer präsentieren. Herr Frey leistet dort ausgezeichnete Arbeit, dennoch ist die Abteilung jetzt praktisch zwei Monate ohne Leitung.“ Die Personalentscheidung traf Lehmann in enger Absprache mit Mathias Neuner. „Das ist demokratisch und bei dieser wichtigen Stelle selbstverständlich.“ Während Lehmanns Urlaub führte Neuner deshalb zusammmen mit Bürgermeister Norbert Kreuzer die Vorgespräche und war auch bei der Stadtratssitzung dabei, in der zwischen den drei Bewerbern entschieden wurde. „Ich habe eine Empfehlung ausgesprochen und freue mich, dass dieser auch mit großer Mehrheit gefolgt wurde.“ Lehmann: „Alle drei waren kompetent, aber es war eine deutliche Entscheidung, wenn auch einige im Stadtrat unterschiedlicher Meinung waren. Aber das ist bei uns ja nicht ungewöhnlich.“ Der neue Kämmerer ist 41 Jahre alt und war zuletzt Leiter der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle im Landsberger Landratsamt. Der studierte Diplomkaufmann und Verwaltungsfachwirt stammt aus Schongau und wohnt auch dort. „Ich bin gefragt worden, ob ich umziehen würde. Grundsätzlich ja, aber es steht nicht ganz oben auf meiner Agenda, wir wir fühlen uns dort sehr wohl.“ Jung weiß, dass er in seinem neuen Amt im Fokus steht, er selbst blickt der Aufgabe ruhig entgegen. „Ich konnte mich aus der nahen Ferne mit dem einen oder anderen beschäftigen, wenn auch noch nicht im Detail. Aber ich weiß, dass ich kompetente und motivierte Mitarbeiter habe und ich freue mich darauf, den Haushalt wieder in die Spur zu bringen.“ Beide Seiten wünschen sich den 1. Juni als Arbeitsbeginn, dazu müssen aber beim Landratsamt noch einige formale Voraussetzungen geklärt werden. Jung: „Sowohl die Regierung von Oberbayern als auch der Landrat haben mir aber zugesagt, dass sie mir keine Steine in den Weg legen werden.“ „Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so Landrat Walter Eichner. „Herr Jung hat im Landratsamt gute Arbeit gemacht, aber es freut mich auch immer, wenn unsere Mitarbeiter anderswo Karriere machen.“ Eichner sagte zu, behilflich zu sein, damit Jung baldmöglichst bei der Stadt anfangen kann: „Der 1. Juni wäre ein guter Zeitpunkt, ich bin schon mit der Regierung von Oberbayern in Kontakt, damit wir Ersatz für ihn bekommen.“

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"

Kommentare