Landkreis baut Schulden ab

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Weniger Hoch- und Tiefbaumaßnahmen sind im Landkreishaushalt für 2013 eingeplant – stattdessen liegt die Priorität im Bauunterhalt auf den Schulen. Mit der Renovierung von JWR und DZG wurde bereits begonnen.

Landkreis – Rund 4,16 Millionen Euro Schulden könnte der Landkreis im kommenden Jahr abbauen. Das haben Landrat Walter Eichner und Thomas Markthaler, der Sachgebietsleiter für Kreisfinanzen im Landratsamt, in der ersten Haushaltsvorberatung des Kreis- und Finanzausschusses mitgeteilt. 

Für 2013 signalisierte der Bezirk bereits eine Senkung der Bezirksumlage – laut Markthaler habe der Landkreis die Wenigeraufwendungen als Entlastung an die Landkreisgemeinden weitergegeben. Der Schwerpunkt liege im kommenden Jahr auf dem Bauunterhalt der kreiseigenen Liegenschaften und der Schulen.

Die vorläufige Umlagekraft, die als zentrale Rechnungsgröße für die Ertrags- und Aufwandspositionen im ersten Haushaltsentwurf dient, beträgt für den Landkreis im kommenden Jahr rund 98,83 Millionen Euro. „Dies entspricht gegenüber 2012 einem Anstieg um 2,55 Prozent“, erklärt Thomas Markthaler. „Insbesondere ist das auf den Zuwachs der Gewerbesteuereinnahmen der Landkreisgemeinden im Jahr 2011 zurückzuführen.“

Thomas Markthaler sieht im Haushalt für das kommende Jahr zwei Chancen: Viele Gemeinden profitieren vom Rückgang der Kreisumlage, die sie an den Landkreis zahlen müssen. Gegenüber 2012 erhält der Landkreis rund 2,1 Millionen Euro weniger Kreisumlage. Die zweite Chance liege im Bereich der Schulden: „Wir könnten 2013 rund 4,16 Millionen Euro Schulden abbauen“, erklärt Landrat Eichner. Der Schuldenstand könne von 60,28 Millionen auf 56,12 Millionen Euro bis zum Ende des Jahres 2013 gesenkt werden.

Da die Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis wesentlich höher liege als der bayernweite Durchschnitt, gilt der Schuldenabbau für den Landrat als großes Ziel für die kommenden Jahre. Insbesondere dadurch, dass der Landkreis keine weiteren Kredite aufnehme und keine Umverschuldungen einginge, könne der Schuldenstand stark reduziert werden. Bis zum Jahr 2016 soll er dann nur noch 47,2 Millionen Euro betragen.

Im nächsten Jahr wolle sich der Landkreis laut Thomas Markthaler weniger auf Hoch- und Tiefbaumaßnahmen konzentrieren als im Jahr 2012. „Für 2013 sind keine großen Maßnahmen drin – das kommt erst 2015 und `16 wieder“, so Landrat Walter Eichner. Stattdessen lege man nächstes Jahr mehr Wert auf den Bauunterhalt der Schulen und Liegenschaften. Die kreiseigenen Gebäude sollen saniert und aufgebessert werden, insbesondere sind viele Dach- und Fassadenarbeiten notwendig. 

Laut Eichner haben die Landkreis-Schulen so viele Wünsche, dass er plant, im Frühjahr alle Schulen mit den Kreisräten zu besuchen und daraufhin einen Schulentwicklungsplan zu erstellen. Janina Bauch

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